
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Suche nach zwei vermissten Pateras läuft
Hoffnung im Mittelmeer: Rettungskräfte fahnden nach zwei Booten
Die spanische Seenotrettung hat ihre Bemühungen intensiviert, um zwei Schlauchboote zu finden, die seit mehreren Tagen im Mittelmeer vermisst werden. Die Pateras waren laut Behördenangaben am 4. und 6. Oktober von der algerischen Küste aus in Richtung Spanien aufgebrochen – an Bord befanden sich insgesamt 23 Menschen.
Wie José Ramón Crespí, der Leiter von Salvamento Marítimo auf den Balearen, mitteilte, wurden am vergangenen Sonntag sowohl ein Hubschrauber als auch ein Flugzeug der Rettungsflotte eingesetzt, um das Meeresgebiet südlich der Inselgruppe abzusuchen. Die Suche verlief bislang ergebnislos, wie Crespí weiter ausführte.
Organisationen fordern Konsequenzen
Für zusätzliche Dynamik in dem Fall sorgt die Migranten-Hilfsorganisation Alarmphone, die über ihren Kurznachrichtendienst X auf die beiden Vorfälle aufmerksam gemacht hat. Demnach startete das erste Boot mit 17 Insassen am 4. Oktober von Zeralda, einer Küstenstadt nahe der algerischen Hauptstadt Algier, mit Ziel Balearen. Nur zwei Tage später folgte eine weitere Patera mit sechs Personen an Bord.
Seit diesen Abfahrten fehlt jegliche Spur von den beiden Booten. Die Hilfsorganisation betont, die zuständigen Behörden seien bereits informiert worden und fordert diese nachdrücklich auf, ihren internationalen Verpflichtungen zur Seenotrettung nachzukommen.
Regelmäßige Patrouillen in der Region
Unabhängig von dem aktuellen Suchlauf sind die Gewässer zwischen Nordafrika und dem spanischen Archipel nach Angaben von Crespí Teil routinemäßiger Überwachungsflüge. Sowohl Maschinen der europäischen Grenzschutzagentur Frontex als auch der spanischen Guardia Civil patrouillieren demnach regelmäßig in dieser Zone, um Migrationsbewegungen zu erfassen und mögliche Notlagen frühzeitig zu erkennen.
Die zentrale Lage der Balearen macht die Inseln immer wieder zum Ziel für Migranten, die von der algerischen Küste aus die Überfahrt nach Europa wagen. Die oft seeuntauglichen Boote und die gefährliche Route fordern Jahr für Jahr zahlreiche Menschenleben.
Quelle: europapress.es