
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Stille für eine Familie
Gemeinde steht unter Schock
Die Gemeinde Dolores in der Provinz Alicante trauert. Am Samstagnachmittag versammelten sich zahlreiche Einwohner sowie Vertreter von Politik und Sicherheitskräften vor dem Rathaus zu einer Schweigeminute. Der Akt galt dem Gedenken an drei Menschen, deren Leichen am selben Morgen auf dem Gelände der örtlichen Guardia Civil gefunden worden waren.
Opfer waren Agent, Ehefrau und Sohn
Bei den Toten handelt es sich laut den vorläufigen Ermittlungen um einen 55-jährigen Beamten der Guardia Civil, seine 51-jährige Ehefrau und ihren 24-jährigen Sohn. Alle drei wiesen Schusswunden auf. Die Leichen wurden in der Dienstwohnung des Agents innerhalb der Kaserne entdeckt.
Alle Ermittlungslinien sind offen
Die spanische Regierungsvertreterin in der Valencianischen Gemeinschaft, Pilar Bernabé, die sich vor Ort ein Bild machte, betonte gegenüber Medien, dass alle Ermittlungsstränge aktiv seien. Dazu gehöre auch die Prüfung, ob es sich um einen möglichen Fall geschlechtsspezifischer Gewalt handeln könnte. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, gibt es bislang weder vorherige Anzeigen zwischen dem Ehepaar noch einen Eintrag im speziellen Überwachungssystem für Fälle geschlechtsspezifischer Gewalt (VioGén).
Die Delegation der Regierung gegen geschlechtsspezifische Gewalt bestätigte auf der Plattform X, sie sammle bereits Daten zu dem „mutmaßlichen Femizid“ an einer Frau in der Provinz Alicante.
Offizielle Trauer und ausstehende Untersuchungen
Die Stadtverwaltung von Dolores hat als Reaktion auf den Vorfall drei Tage offizielle Trauer angeordnet und alle geplanten Festlichkeiten abgesagt. Zur endgültigen Klärung der Todesumstände müssen die Behörden nun die Ergebnisse der für Montag angesetzten Obduktionen abwarten. Bis dahin bleibt die Stimmung in der kleinen Gemeinde angespannt und von tiefer Betroffenheit geprägt.
Quelle: europapress.es