St. Regis kommt: 500-Millionen-Projekt an der Costa del Sol

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Marbella

St. Regis kommt: 500-Millionen-Projekt an der Costa del Sol

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Marriott wählt Marbella für erstes St. Regis Resort an der Costa del Sol

Marbella erhält ein Prestigeprojekt: Die Hotelgruppe Marriott International hat einen Vertrag mit zwei Entwicklungsfirmen unterzeichnet, um ihre Luxusmarke St. Regis an der andalusischen Küste zu etablieren. Das Vorhaben umfasst ein Fünf-Sterne-Hotel sowie hochpreisige Residenzen. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf mehr als 500 Millionen Euro.

Platin Estates, eine in Hongkong ansässige Investmentgruppe, und die lokale Baufirma Sierra Blanca Estates sind die treibenden Kräfte hinter dem Projekt. Wie die Entwickler mitteilen, entsteht das Resort im Gebiet Las Dunas im östlichen Teil Marbellas. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen, die Eröffnung ist für 2031 geplant. Es wäre die erste St.-Regis-Immobilie in der gesamten Region.

Geplante Ausstattung und Dimensionen

Das Gelände umfasst über 160.000 Quadratmeter und liegt direkt am Meer, mit einem Küstenabschnitt von mehr als 350 Metern. Ein natürliches Dünensystem, das sogenannte Real de Zaragoza, soll die Privatsphäre der Anlage schützen und wird im Zuge der Bauarbeiten renaturiert.

Die 151 Wohneinheiten sind für zwei bis fünf Schlafzimmer ausgelegt und bieten Flächen zwischen 150 und 1.000 Quadratmetern. Für besondere Einheiten sind größere Grundrisse vorgesehen. Neben dem Hotel selbst sind mehrere Restaurants, ein Wellnessbereich, Sportanlagen und ein Beach Club geplant. Diese Einrichtungen stehen sowohl Hotelgästen als auch Wohnungseigentümern offen.

Positionierung im Luxussegment

Sierra Blanca Estates hat bereits Erfahrung mit Markenprojekten namhafter Designer wie Dolce & Gabbana, Karl Lagerfeld oder Armani. Der Geschäftsführer Carlos Rodríguez betonte, dass solche Grundstücke in erster Meereslinie in der Region praktisch nicht mehr verfügbar seien. Er sieht das Projekt als Qualitätssprung für die gesamte Stadt.

Die Architektur übernimmt das internationale Büro Rockwell Group. Die Entwickler versprechen sich von der Zusammenarbeit mit Marriott eine Aufwertung des Standorts. Auch Marriotts Entwicklungsdirektor für Europa, den Nahen Osten und Afrika, Jerome Briet, äußerte sich zuversichtlich: Er erwarte, dass das Resort neue Maßstäbe für Luxushotellerie setzen werde. Die Bürgermeisterin von Marbella, Ángeles Muñoz, begrüßte das Vorhaben ebenfalls und wies auf die geplanten Verbesserungen bei Infrastruktur, Verkehr und Umweltschutz hin.

Beschäftigungseffekte

Während der Bauphase entstehen nach Unternehmensangaben rund 2.000 direkte und 4.500 indirekte Arbeitsplätze. Nach der Fertigstellung bietet das Resort dauerhaft über 450 Stellen. Das Projekt wird von den Beteiligten als ganzjährig nutzbares Reiseziel konzipiert, das nicht nur saisonal Gäste anziehen soll.

Wie die Nachrichtenzeitung Diario SUR berichtet, ist das Areal durch das geschützte Dünensystem vor Einsicht geschützt, was als besonderer Standortvorteil gilt. Die Verhandlungen zwischen den Partnern liefen über Jahre, bis nun alle notwendigen Lizenzen und Grundstücksfragen geklärt werden konnten.


Quelle: diariosur.es

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