Spanien meldet historischen Beschäftigungsrekord im September

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Spanien meldet historischen Beschäftigungsrekord im September

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Neuer Meilenstein auf dem Arbeitsmarkt

Der spanische Arbeitsmarkt hat einen neuen historischen Höchststand erreicht: Im September stieg die Zahl der registrierten Sozialversicherungspflichtigen um 92.327 auf insgesamt 22.437.553. Das ist der stärkste Anstieg für einen September seit Beginn der Aufzeichnungen und verdreifacht die Werte des Vorjahreszeitraums. Besonders bemerkenswert: Rund 84.220 dieser neuen Arbeitsverhältnisse entfallen auf ausländische Staatsbürger.

Migrantenregularisierung als Treiber

Der ungewöhnlich hohe Zuwachs ist in erster Linie auf das Anfang des Jahres gestartete Regularisierungsverfahren für Migranten zurückzuführen. Seit dem Beginn des Prozesses im April wurden dadurch mehr als 421.000 zusätzliche Anmeldungen von ausländischen Arbeitnehmern bei der Sozialversicherung registriert. Fachleute gehen davon aus, dass viele dieser Jobs zuvor in der Schattenwirtschaft existierten und nun offiziell erfasst werden. Auch in den kommenden Monaten dürfte dieser Effekt die Statistik beeinflussen, da bis Juni fast 1,2 Millionen Anträge eingegangen sind.

Kehrseite der Medaille

Doch der Beschäftigungsboom hat auch eine Schattenseite: Die registrierte Arbeitslosigkeit stieg im September um 23.587 Personen auf insgesamt 2.379.505 – der stärkste Anstieg für diesen Monat seit fast zehn Jahren. Interessanterweise sind auch hier vor allem Migranten betroffen, die sich als Arbeitssuchende ohne vorherige Beschäftigung registriert haben – ein formaler Schritt, der von vielen Unternehmen vor einer Einstellung verlangt wird.

Bildungssaison stützt den Arbeitsmarkt

Neben dem Migrationseffekt spielt auch die traditionelle Herbstbelebung eine Rolle. Mit 63.500 neuen Stellen im Bildungssektor – viele davon Saisonkräfte, die nach den Sommerferien wieder aktiv werden – konnte der Rückgang im Tourismus und Einzelhandel kompensiert werden. In der Gastronomie gingen im September rund 21.885 Arbeitsplätze verloren, während der Einzelhandel einen Rückgang von etwa 40.000 Stellen verzeichnete.

Wie das Nachrichtenportal 20minutos.es berichtet, ist die Entwicklung ein klares Zeichen für die anhaltende strukturelle Veränderung des spanischen Arbeitsmarktes, der zunehmend von Migration und saisonalen Schwankungen geprägt wird.


Quelle: 20minutos.es