Sevilla überholt sich selbst beim Solarausbau

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Sevilla überholt sich selbst beim Solarausbau

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Rekordzuwachs bei Photovoltaik

Die Energiewende in Andalusien nimmt weiter Fahrt auf – und Sevilla spielt dabei die erste Geige. Die Provinz hat im ersten Halbjahr 2026 beachtliche 1.538 Megawatt (MW) an neuer Leistung aus erneuerbaren Quellen ans Netz gebracht. Das teilte die andalusische Energieagentur (Agencia Andaluza de la Energía) auf Basis ihres jüngsten Branchenreports mit. Damit entfällt fast Dreiviertel des gesamten Zubaus in der Region auf Sevilla: In ganz Andalusien kamen im selben Zeitraum 2.158,8 MW hinzu.

Fast ein Drittel der Gesamtkapazität nachjustiert

Der Zuwachs geht laut den Auswertungen der Behörde vollständig auf das Konto neuer Solaranlagen. Photovoltaik ist in Sevilla mittlerweile die dominierende Säule der Stromerzeugung: Mit 5.580,4 MW installierter Leistung in der Provinz liegt der Anteil an der gesamtandalusischen PV-Kapazität (13.818,8 MW) bei über 40 Prozent. Ein großer Teil davon entfällt auf dezentrale Eigenversorgung: Rund 58.400 Anlagen zur Selbstversorgung (Autoconsumo) tragen hierzulande 560,5 MW bei.

Besonders bemerkenswert ist die Dynamik der letzten Monate. Zum Jahreswechsel 2025/26 stand Sevilla noch bei 4.778,6 MW erneuerbarer Leistung. Innerhalb von nur sechs Monaten kam nun mehr als ein Drittel dieser Kapazität hinzu – ein Tempo, das die Provinz an die Spitze Andalusiens bringt. Insgesamt summieren sich die grünen Kraftwerke in Sevilla damit auf 6.316,6 MW.

Breite Technologiepalette

Neben der Photovoltaik spielt auch die Solarthermie eine wichtige Rolle: 447,9 MW erzeugen dreizehn in Betrieb befindliche Kraftwerke mit konzentrierter Sonnenenergie. Das entspricht fast der Hälfte der gesamten Thermalkapazität Andalusiens – auch hier führt Sevilla das Ranking an. Deutliche Fortschritte gibt es zudem bei der Biogas-Nutzung: Mit 15,7 MW stellt die Provinz fast 40 Prozent der regionalen Kapazität dieser Sparte.

Die Windkraft ist mit sieben angeschlossenen Parks und insgesamt 210 MW vertreten, während die Wasserkraft über acht Anlagen auf 62,6 MW kommt. Wie die Regionalregierung betont, sei das Wachstum der vergangenen Jahre „spektakulär“ gewesen – und die Halbjahreszahlen untermauern diesen Kurs eindrucksvoll. Mit 32,4 Prozent Anteil an der gesamten erneuerbaren Leistung der Region (inzwischen 19.518,4 MW) festigt Sevilla seine Position als wichtigster grüner Energieproduzent im Süden Spaniens. Wie die Behörde weiter mitteilte, sei die neue Leistung vollständig netzgebunden und bereits in Betrieb.

Der Bericht der Agentur zeigt auch, dass der Ausbau nicht nur auf große Freiflächenanlagen zielt, sondern zunehmend auf lokale Initiativen setzt. Für die kommenden Monate ist mit einer weiteren Beschleunigung zu rechnen, da zahlreiche Projekte bereits in der Genehmigungs- oder Bauphase sind. Die Region profitiert dabei von den idealen klimatischen Bedingungen und einer zunehmend optimierten Netzinfrastruktur, die den schnellen Anschluss neuer Anlagen ermöglicht.


Quelle: europapress.es

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