Sevilla rüstet sich gegen Überschwemmungen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Sevilla rüstet sich gegen Überschwemmungen

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Millionenprojekt gegen die Flut

Die Stadt Sevilla packt ein langjähriges Problem an: Im Viertel El Tiro de Línea sollen künftig heftige Regengüsse nicht mehr für überflutete Straßen und vollgelaufene Keller sorgen. Die kommunale Wasserbehörde Emasesa hat Anwohnern nun die Pläne für ein umfassendes Umbauprojekt der Kanalisation vorgestellt – eine Maßnahme, die laut Stadtverwaltung seit Jahren gefordert wird.

Mit einem Budget von rund 3,5 Millionen Euro und einer geplanten Bauzeit von 40 Wochen will die Stadt die Entwässerungsinfrastruktur des Viertels grundlegend modernisieren. Das Kernstück: Ein Wechsel des Entwässerungsbeckens bei Regenfällen. Dadurch soll das Wasser künftig schneller abfließen können, was das Risiko von Überschwemmungen bei intensiven Niederschlägen erheblich verringern dürfte.

Ein Viertel mit Geschichte

El Tiro de Línea gilt seit jeher als einer der neuralgischen Punkte der Stadt, wenn es um Starkregen geht. Immer wieder führten heftige Schauer zu Problemen für Anwohner, den Verkehr und den Alltag im Viertel. Zwar hat Emasesa in der Vergangenheit bereits punktuell eingegriffen, doch die komplexe Beschaffenheit der bestehenden Leitungen und die hydraulischen Gegebenheiten der Umgebung machten eine Komplettlösung notwendig.

Die nun geplanten Arbeiten umfassen den Austausch und die Erweiterung von Rohren in mehreren Straßen, darunter Sanlúcar la Mayor, Écija und Sierra de la Grana. Zum Einsatz kommen größere Leitungen, zusätzliche Gullys und neue Schächte. Auch die Hausanschlüsse werden erneuert.

Neue Pumpstation als Herzstück

Besonders zentral für das Projekt ist der Bau einer neuen Pumpstation an der Plaza Sierra de la Grana. Diese soll das Regenwasser aktiv in das Sammelsystem des Tamarguillo-Kanals befördern, mit einer Anbindung an den Park José Celestino Mutis. Zusätzlich installieren die Techniker Rückschlagvorrichtungen, die verhindern sollen, dass Wasser bei extremen Regenfällen in die Straßen zurückströmt. Neue Regulierungskammern sollen den gesamten Ablauf weiter optimieren.

Die Stadt verspricht sich davon eine deutlich widerstandsfähigere Infrastruktur: Die Sicherheit von Menschen und Eigentum werde erhöht, Verkehrsbehinderungen minimiert und Sevilla insgesamt besser gegen die zunehmend heftigeren Wetterextreme gewappnet.

Dialog mit den Anwohnern

Da die Bauarbeiten den Alltag im Viertel über Monate beeinträchtigen werden, setzt Emasesa auf Transparenz. In einer Informationsveranstaltung mit Nachbarschaftsvereinen und Bewohnern sollen die Details erläutert werden – von den einzelnen Bauphasen über Verkehrsumleitungen bis hin zu alternativen Wegen für Fußgänger. Weitere Unannehmlichkeiten sollen demnach frühzeitig kommuniziert und mit der Stadtverwaltung abgestimmt werden. Die Behörde betrachtet das Vorhaben als strategische Investition in die Zukunft des Viertels und die Lebensqualität seiner Bewohner. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, läuft die Maßnahme bereits seit dieser Woche in der Planungsphase.


Quelle: europapress.es

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