Sevilla läuft gegen Kinderkrebs: Rekordbeteiligung erwartet

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Sevilla läuft gegen Kinderkrebs: Rekordbeteiligung erwartet

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Ein Lauf, der Leben verändert

Während andere Städte über leere Startnummern klagen, zeigt Sevilla, wie man Prioritäten setzt. Am 25. Oktober ist der Parque del Alamillo Schauplatz eines Ereignisses, das weit über den Sport hinausgeht: 6.000 Läufer haben sich für die XIV. Auflage des Solidaritätslaufs „Tus Kilómetros Nos Dan Vida“ angemeldet – alle Startplätze sind restlos vergriffen. Wer jetzt noch mitlaufen will, hat Pech gehabt. Aber wer wirklich helfen will, findet andere Wege.

Mehr als nur eine Sportveranstaltung

Die Rechnung ist simpel: Jeder gelaufene Kilometer ist ein direkter Beitrag im Kampf gegen den Kinderkrebs. Seit der Gründung im Jahr 2013 durch Ärzte der Onkologie-Abteilung des Hospital Infantil Virgen del Rocío und betroffene Familien hat der Lauf über 1,2 Millionen Euro eingebracht. Diese Summe fließt über die Fundación Sehop in konkrete Projekte – klinische Studien, die nationale Forschungsförderung „Tus Kilómetros Nos Dan Vida“ und das Spanische Register für Kindertumore (RETI). Das ist keine Symbolpolitik, das ist gelebte Solidarität mit messbarem Effekt.

Ein Modell für ganz Spanien

Sportdezernentin María Tena bringt es auf den Punkt: „Sevilla antwortet, wenn man es braucht.“ Dieser Satz ist mehr als Lokalpatriotismus – er ist ein Kompliment an eine Stadtgesellschaft, die verstanden hat, dass Forschung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern finanzierte Überzeugung. Während andernorts über Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen diskutiert wird, setzt Sevilla auf aktive Unterstützung. Der Lauf beginnt um 10:30 Uhr mit den Kinderwettbewerben über Distanzen zwischen 100 und 1.000 Metern, bevor um 12:00 Uhr der Hauptlauf über 5,2 Kilometer startet – ohne Zeitlimit, denn hier zählt nicht die Geschwindigkeit, sondern die Teilnahme.

Wer jetzt noch helfen kann

Wer keinen Startplatz mehr ergattert hat, muss dennoch nicht tatenlos zusehen. Die Organisatoren haben mit dem „Dorsal 0“ eine Möglichkeit geschaffen, die Forschung finanziell zu unterstützen. Dazu kommen ein Solidaritätsstand, eine Tombola und ein Benefizimbiss, deren Erlöse vollständig in die Projekte fließen. Der Beweis, dass Sport und Medizin keine getrennten Welten sind, sondern Partner im Kampf gegen eine Krankheit, die kein Kind verschonen sollte. Sevilla hat die Zeichen der Zeit erkannt – andere Städte sollten nachziehen.

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, erwartet die Organisatoren am 25. Oktober ein ausverkauftes Teilnehmerfeld. Die Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und sozialem Engagement hat sich in der andalusischen Hauptstadt längst als Erfolgsmodell etabliert – und das seit über einem Jahrzehnt. Wer also wirklich etwas bewegen will, sollte sich den Termin vormerken oder den Weg des Dorsal 0 wählen. Jeder Beitrag zählt, und Sevilla hat das verstanden.


Quelle: europapress.es

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