September auf den Kanaren so warm wie nie

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Kanarische Inseln

September auf den Kanaren so warm wie nie

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Wärmster September seit 1961

Die Kanarischen Inseln haben den heißesten September seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt. Wie die staatliche Wetteragentur Aemet in ihrem Klimabericht mitteilt, lag die Durchschnittstemperatur im vergangenen Monat bei 24,4 Grad Celsius – eine Abweichung von plus 2,6 Grad gegenüber dem Referenzwert. Damit übertrifft der September 2025 alle bisherigen Werte seit 1961.

Kaum Regen, viele Tropennächte

Beim Niederschlag zeigte sich der Monat ebenfalls ungewöhnlich: Mit durchschnittlich 4,3 Litern pro Quadratmeter fiel nur gut zwei Drittel der erwarteten Menge. In der Rangliste der trockensten September seit 1961 belegt der Monat damit Platz 30.

Besonders auffällig war die Häufigkeit sogenannter Tropennächte, also Nächte mit Temperaturen von mindestens 20 Grad. An mindestens 22 automatischen Messstationen der Aemet wurde diese Marke an jedem einzelnen Tag des Monats erreicht. Betroffen waren Stationen auf Fuerteventura, Lanzarote, La Graciosa, im Süden und Teilen des Nordens von Gran Canaria sowie auf El Hierro. Einzig die Stationen in Izaña, am Parador del Teide und am Roque de Los Muchachos auf La Palma verzeichneten keine einzige Tropennacht.

Drei Hitzewellen in Folge

Der Monat war geprägt von drei aufeinanderfolgenden Hitzewellen, die nur von kurzen kühleren Intervallen unterbrochen wurden. Der erste Warmluftvorstoß hielt vom 1. bis 9. September an und brachte neben hohen Temperaturen auch Saharastaub, der zeitweise in höheren Luftschichten und in den Bergregionen der Inseln für Trübung sorgte. Am 8. und 9. September gab die Aemet deshalb Warnungen vor extremen Temperaturen heraus – die höchste Stufe Orange galt für Teile Gran Canarias, Gelb für Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura.

Der intensivste Abschnitt folgte zwischen dem 12. und 15. September. Eine Hitzeblase über Nordwestafrika und schwacher Luftdruck über dem Archipel ließen die Temperaturen regelrecht explodieren: Am 15. September wurde mit 28,4 Grad und einer Anomalie von plus 6,7 Grad der Höhepunkt des Monats erreicht.

Nach einer kurzen Abkühlung durch Passatwinde ab dem 17. September folgte die dritte Wärmephase vom 21. bis 24. September. Diesmal sorgte instabile Luft aus südlicher Richtung zusätzlich für Gewitterwolken, besonders über den westlichen Inseln. Am 24. September wurden erneut 27,9 Grad gemessen. Erst ab dem 25. September gingen die Temperaturen allmählich zurück, blieben aber bis zum Monatsende durchgehend über dem langjährigen Mittel.


Quelle: europapress.es

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