Sechster US-Zerstörer in Rota eingetroffen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Rota

Sechster US-Zerstörer in Rota eingetroffen

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Zeremonie mit Verteidigungsministerin

Mit dem Eintreffen der 'USS John Basilone' ist die im NATO-Rahmen vereinbarte Aufstockung der US-Kriegsschiffe in Spanien abgeschlossen. Bei einer offiziellen Zeremonie in der Militärbasis nahe Cádiz begrüßte Verteidigungsministerin Margarita Robles die Besatzung des Zerstörers. Das Schiff vom Typ Arleigh Burke verfügt über eine Besatzung von rund 300 Soldatinnen und Soldaten und gilt als technologisch fortschrittlichste Einheit der US-Sechsten Flotte in der spanischen Basis.

Ausbau des Raketenschirms

Der Zerstörer, der zuvor in Mayport (Florida) stationiert war, komplettiert die Erweiterung der Flotte von vier auf sechs Einheiten. Diese Aufstockung war 2022 beim NATO-Gipfel in Madrid zwischen beiden Regierungen vereinbart worden. Die Einheiten sind Teil des bodengestützten Raketenabwehrsystems der Allianz für Südeuropa.

Zusammenarbeit mit der spanischen Marine

Der US-Kommandant T. Max Murphy betonte die Bedeutung der Partnerschaft mit den spanischen Streitkräften: "Wir freuen uns darauf, in eure Kultur einzutauchen und die langjährige Freundschaft fortzusetzen." Die spanische Marine fungiert über die 41. Escort-Flottille als Gastgeber für das US-Zerstörergeschwader 60. Die Kooperation sieht eine enge Verzahnung vor: Jeder US-Zerstörer ist einer spanischen Fregatte zugeordnet – im Fall der 'John Basilone' ist dies die 'Numancia'. Dazu gehören gemeinsame Übungen auf See, wöchentliche Absprachen der Kommandanten und die Nutzung von Schießgebieten im Golf von Cádiz.

Strategische Bedeutung

Der Kommandeur der US-Aktivitäten in Spanien, Charles Chmielak, sprach von einem "bedeutenden Meilenstein für Rota" und verwies auf die jahrzehntelange Verbundenheit der Militärgemeinschaft. Die 'John Basilone' verstärkt laut Chmielak die Fähigkeit der Marine, in Europa und Afrika schnell zu reagieren. Die Schiffe werden künftig auch die wirtschaftliche Situation in der Region durch Wartungs- und Logistikaufträge stärken.

Sicherheitslage als Hintergrund

Robles betonte angesichts der internationalen Spannungen die Bedeutung der Luftverteidigung und hob die enge Kooperation zwischen Spanien und den USA sowohl bilateral als auch im Bündnisrahmen hervor. Sie verwies auf die herausfordernde Sicherheitslage und die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen für den Frieden.

Wie Europa Press meldet, führt die Zusammenarbeit zwischen beiden Marinen auf eine Initiative aus dem Jahr 1952 zurück und zielt auf eine verbesserte Einsatzbereitschaft und Interoperabilität ab.


Quelle: europapress.es

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