
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Sechsjähriger überlebt Wohnungssturz in Andalusien
Ein Schutzengel hatte offenbar Dienst
Es ist die Horrorvorstellung aller Eltern: Das Kind spielt im Kinderzimmer, nur einen kurzen Moment schaut man weg – und dann schlägt das Schicksal mit voller Härte zu. In der andalusischen Gemeinde Huétor Tájar nahe Granada hat sich dieser Albtraum am Samstagvormittag ereignet. Ein erst sechs Jahre altes Kind stürzte aus dem Fenster eines dritten Stocks in die Tiefe.
Doch was wie eine Tragödie enden musste, nahm ausgerechnet hier eine unfassbare Wendung. Entgegen ersten Befürchtungen soll der Junge den Sturz beinahe unverletzt überstanden haben. Wie der Nachrichtendienst Europa Press unter Berufung auf den Notruf 112 berichtet, wurde der Sechsjährige nach dem Sturz zwar umgehend in ein Krankenhaus gebracht – aber bei Bewusstsein und ohne Anzeichen schwerer Verletzungen.
Sekundensache mit glimpflichem Ausgang
Gegen 10:30 Uhr ging der Notruf ein. Die Beamten der Guardia Civil und der örtlichen Polizei rückten ebenso aus wie die Rettungssanitäter. Die Einsatzkräfte standen zunächst vor einem Trümmerfeld der Emotionen, doch die medizinische Erstversorgung vor Ort brachte die erlösende Nachricht: Der Sturz hatte sich offenbar beim Spielen ereignet, die Verletzungen schienen sich in Grenzen zu halten.
Für den Transport ins Fachkrankenhaus für Kinderheilkunde in Granada wurde dennoch ein Rettungshubschrauber angefordert. Eine Entscheidung, die zeigt, wie ernst die Lage von den Profis eingeschätzt wurde – auch wenn der kleine Patient am Ende das Glück des Tüchtigen hatte. Die Ermittler gehen bislang von einem tragischen Unglücksfall aus, nicht von einem Fremdverschulden.
Dieser Vorfall sollte jedoch allen Eltern eine Mahnung sein: Fenster in Kinderzimmern sind keine Spielplätze. Wer Kinder im dritten Stock wohnen lässt, muss dafür sorgen, dass Fenster nicht vollständig geöffnet werden können oder mit Schutzgittern versehen sind. Dass dieser Fall glimpflich ausging, ist nichts anderes als ein Wunder – und ein Weckruf. Denn das nächste Kind könnte weniger Glück haben. Wie das Nachrichtenportal 112 Andalucía betont, sind derartige Stürze in der Region immer wieder eine der häufigsten Unfallursachen bei Kleinkindern. Höchste Zeit, dass aus Schockmomenten konkrete Schutzmaßnahmen werden. Der kleine Junge hat seine zweite Chance bekommen – andere Eltern bekommen keine.
Quelle: europapress.es