
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Schwerkranke Kinder aus Gaza in Spanien erwartet
Luftbrücke für die Kleinsten
Am Montagmittag startete von der Luftwaffenbasis Torrejón de Ardoz bei Madrid eine besondere Mission. Eine zum fliegenden Krankenhaus umgebaute A330-Maschine der spanischen Luftwaffe hob ab, um 20 schwer kranke Kinder aus dem Gazastreifen sowie 102 ihrer Familienangehörigen nach Spanien zu bringen. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, wurde die Maschine von der medizinischen Spezialeinheit UMAER für den Transport vorbereitet.
Hochspezialisierte Versorgung an Bord
Die Leiterin der Einheit, Oberst Pilar Salvador, betonte vor dem Abflug das Ziel der Aktion: „Wir wollen diesen Kindern eine Behandlung ermöglichen, die sie in ihrer Heimat nicht bekommen können.“ Die medizinische Crew besteht aus drei Ärzten, zwei Pflegekräften und zehn Sanitätern. Salvador zufolge sind darunter Spezialisten für Notfall- und Intensivmedizin sowie für pädiatrische Intensivpflege. „Diese Besatzung macht aus dem Flugzeug ein Krankenhaus in 35.000 Fuß Höhe“, so die Oberstin.
Flexible Intensivstation in der Luft
Nach der Ankunft in Jordanien wird das Team zunächst den Zustand der kleinen Patienten beurteilen. Ziel ist es, festzustellen, wer eine Trage benötigt und welche Kinder auf den fünf UCI-Plätzen an Bord versorgt werden müssen. Diese Plätze sind mit Monitoren ausgestattet und ermöglichen jederzeit medizinische Eingriffe. Salvador lobte zudem die Zusammenarbeit mit der Fliegerstaffel Ala 45, deren Piloten in der Lage seien, Flugparameter wie den Kabinendruck an die spezifischen Erkrankungen der Kinder anzupassen.
Sicherheit unter schwierigen Bedingungen
Da die Abholung in einem Krisengebiet stattfindet, wird die Mission von Sicherheitspersonal begleitet. Dieses kümmert sich sowohl um den Schutz am Boden als auch um die Kontrolle von Pässen und Gepäck. „Gemeinsam mit der Luftverlegungseinheit bilden wir ein Team, das solche Einsätze erst möglich macht“, erklärte Salvador abschließend. Die Kinder werden nach ihrer Ankunft in Spanien in verschiedenen Krankenhäusern des Landes medizinisch versorgt.
Quelle: 20minutos.es