Schwerer Unfall auf Gran Canaria

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Aguimes

Schwerer Unfall auf Gran Canaria

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Lebensgefahr nach Überschlag auf der Autobahn

Es ist eine Szene, die sich auf den Straßen der Kanaren viel zu häufig wiederholt: ein Moment der Unachtsamkeit, ein Aufprall – und ein Leben hängt am seidenen Faden. In der Nacht zum Sonntag hat es einen 65-jährigen Autofahrer auf Gran Canaria erwischt. Der Mann verlor auf der Schnellstraße GC-1 die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte in Höhe von Agüimes zunächst heftig mit der Mittelleitplanke. Der Aufprall war so massiv, dass sich der Wagen daraufhin überschlug und auf dem Dach liegen blieb.

Die Bilanz ist verheerend: Der Fahrer erlitt mehrere schwere Verletzungen und schwebte nach ersten Erkenntnissen des Rettungsdienstes in akuter Lebensgefahr. Wie das Centro Coordinador de Emergencias y Seguridad (CECOES) 1-1-2 mitteilte, wurde der Notruf um 4.50 Uhr abgesetzt. Die Einsatzkräfte des Consorcio de Emergencias de Gran Canaria standen vor einer kniffligen Aufgabe: Sie mussten den Mann erst aus dem stark deformierten Fahrzeugwrack befreien, das sich in eine tödliche Falle verwandelt hatte.

Minuten des Grauens für die Retter

Dass hier keine Lappalie vorlag, zeigt das schnelle Eingreifen mehrerer Institutionen. Nach der technischen Rettung übernahmen die Ärzte des Servicio de Urgencias Canario (SUC) die Versorgung des Schwerverletzten. Sie stabilisierten den Mann noch an der Unfallstelle, bevor sie ihn mit einem Rettungswagen in das Hospital Universitario Insular de Gran Canaria brachten. Der Zustand des 65-Jährigen wird offiziell als "pronóstico grave" eingestuft – ein ernster Zustand, der die Ärzte vor große Herausforderungen stellen dürfte.

Während die Mediziner um das Leben des Mannes kämpften, sicherten die Beamten der Guardia Civil die Unfallstelle ab. Sie übernahmen die Spurensicherung und leiteten den Verkehr an der Unglücksstelle vorbei. Zusätzlich waren Kräfte der Straßenerhaltung im Einsatz, um die Fahrbahn zu reinigen und mögliche Gefahren durch ausgelaufene Betriebsstoffe zu beseitigen.

Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gefahren nächtlicher Fahrten auf der stark frequentierten GC-1. Gerade in den frühen Morgenstunden, wenn die Straßen leerer sind, steigt die Gefahr von Geschwindigkeitsüberschreitungen und nachlassender Konzentration. Ob menschliches Versagen, ein technischer Defekt oder eine medizinische Ursache den Unfall ausgelöst hat, muss nun die laufende Untersuchung der Guardia Civil klären. Die Behörden appellieren in diesem Zusammenhang an alle Verkehrsteilnehmer, gerade in der Dunkelheit die Geschwindigkeit den Bedingungen anzupassen und aufmerksam zu bleiben – denn ein einziger Augenblick der Unachtsamkeit kann, wie dieser Fall zeigt, lebenslange Folgen haben.

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die Rettungskräfte berichtet, bleibt der Zustand des Verletzten auch nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus kritisch.


Quelle: europapress.es

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