Schwere Vorwürfe gegen die andalusische Regierung

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Schwere Vorwürfe gegen die andalusische Regierung

von Redaktion

Wahlversprechen ohne Erfüllung?

Die Stimmung bei einer Veranstaltung des PSOE in Ronda war klar: Abrechnung. Anlässlich des anstehenden Wahltermins am 17. Mai zogen mehrere Sozialisten eine vernichtende Bilanz der Regionalregierung unter Juanma Moreno (PP). Der Tenor: Die Serranía de Ronda sei von der Politik der Junta de Andalucía "besonders schlecht behandelt" worden.

Wie der Generalsekretär des PSOE in Málaga, Josele Aguilar, berichtete, seien Versprechungen zur Verkehrsanbindung, zur Gesundheitsversorgung und zu kulturellen Projekten schlichtweg nicht eingehalten worden. "Er kam oft nach Ronda, als er Kandidat war, und versprach viele Dinge. Jetzt, als Präsident, kommt er seltener", so Aguilar.

Eine lange Liste von Projekten auf dem Papier

Die Kritikpunkte sind konkret. Im Zentrum stehen Infrastrukturprojekte, die laut den Rednern nie über die Planungsphase hinauskamen. "Man versprach bis zu vier Autobahnen, und es wurde absolut nichts getan. Alles blieb in Studien und auf dem Papier", kritisierte Fátima Fernández, Sozialistin in der Provinzialleitung.

Auch der örtliche Sprecher Francisco Cañestro appellierte direkt an diejenigen, die vor vier Jahren dem PP ihre Stimme gegeben hatten: "Man muss Bilanz ziehen. Ist Ronda besser als vor vier Jahren? Ist die öffentliche Gesundheitsversorgung besser? Unser Krankenhaus?" Seine Antwort fiel deutlich aus: Der Regierung fehle es an Worttreue.

Kulturelles Erbe und Gesundheitswesen im Fokus

Die Kritik beschränkt sich nicht auf Straßen. Isabel Aguilera, Generalsekretärin der Sozialisten in Ronda, sprach von einer "Massiven Lüge" und verwies auf den Stillstand beim Bau eines öffentlichen sozio-gesundheitlichen Zentrums sowie auf das vernachlässigte archäologische Gelände von Acinipo. "In einer monumentalen Stadt wie Ronda ist der Verfall des kulturellen Erbes besonders gravierend", betonte sie.

Die Situation im Gesundheitswesen der Region wurde von weiteren Rednern, darunter einem Vertreter einer Plattform für öffentliche Gesundheit, als verschlechtert beschrieben. Diese Ansammlung von Vorwürfen mündet in einem klaren politischen Aufruf.

Appell an die Wähler vor der Wahl

Josele Aguilar stellte die anstehende Abstimmung als eine grundsätzliche Entscheidung dar: Entweder für eine echte Zukunft der Dörfer mit der sozialistischen Kandidatin María Jesús Montero – oder für die Fortsetzung des "Betrugs" durch Moreno. "Die Bürger von Ronda haben die Gelegenheit, diesem vielen Betrug am 17. Mai ein Ende zu setzen", schloss er.

Der Ton der Veranstaltung ließ keinen Raum für Zweifel: Die Sozialisten sehen im Wahlkampf um Ronda und seine Region die Chance, eine Regierung abzustrafen, die ihrer Meinung nach ihre Versprechen nicht gehalten hat.

Quelle: Berichte von einer PSOE-Veranstaltung in Ronda mit den Parteivertretern Josele Aguilar, Fátima Fernández, Francisco Cañestro und Isabel Aguilera.