
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Schwedin gewinnt zehnte Copa Nadia
Dominante Vorstellung im Endspiel
Die Schwedin Caijsa Hennemann hat die zehnte Auflage der Copa Nadia by JCastillo Seguros für sich entschieden. Im Finale des mit 25.000 US-Dollar dotierten World-Tennis-Turniers W35 bezwang sie am Samstag die Spanierin Ruth Roura mit 6:2 und 6:1. Die Partie fand im Centro de Tecnificación de Tenis „Blas Infante“ in Sevilla statt, ausgerichtet von der Andalusischen Tennisvereinigung.
Hennemann kontrollierte das Geschehen von Beginn an und ließ ihrer Gegnerin über weite Strecken wenig Raum zur Entfaltung. Wie die Turnierorganisation in einer Mitteilung hervorhob, gelang es der Skandinavierin, ihr Tempo zu diktieren und die entscheidenden Phasen des Spiels für sich zu nutzen. Roura, die zuvor eine starke Woche mit anspruchsvollen Aufgaben in den Vorrunden absolviert hatte, fand gegen die offensive Spielweise der Schwedin nur selten ein Mittel.
Verlauf mit schnellen Breaks
Der erste Durchgang startete denkbar unruhig: In den ersten vier Spielen gelang keiner der beiden Spielerinnen ein Aufschlaggewinn. Hennemann war es schließlich, die als Erste ihren Aufschlag durchbrachte und beim Stand von 2:3 das entscheidende Break zur Führung setzte. Besonders umkämpft war der siebte Spielabschnitt, in dem beide Kontrahentinnen zahlreiche Einstandchancen verbuchten. Auch diesen Durchgang entschied die Schwedin für sich und stellte auf 2:5, bevor sie den Satz mit 6:2 abschloss.
Der zweite Satz folgte einem ähnlichen Muster. Hennemann übernahm früh die Initiative und zog schnell auf 4:0 davon. Die Spanierin fand nur schwer Zugriff und musste sich zudem gegen eine Vielzahl gezielter Stoppbälle behaupten, mit denen die Schwedin das Spielgeschehen variierte. Am Ende hieß es 6:1 — Hennemann verwandelte ihren zweiten Matchball zur Titelverteidigung nach einer souveränen Leistung.
Reaktionen nach dem Match
Die neue Turniersiegerin zeigte sich nach dem Erfolg zufrieden mit ihrer Vorstellung: Sie habe ein sehr starkes Spiel abgeliefert, sei stabil geblieben und habe die entscheidenden Momente kontrolliert. Gleichzeitig betonte sie, wie glücklich sie über den Gewinn des Titels nach einer insgesamt starken Woche in Andalusien sei.
Ihre Finalgegnerin Ruth Roura räumte ein, dass ihre Gegnerin an diesem Tag die bessere Spielerin gewesen sei. Sie selbst habe versucht, das Geschehen aktiv zu gestalten, sei aber über weite Strecken nicht an ihr gewohntes Niveau herangekommen und habe ungewöhnlich viele Fehler produziert. Dennoch blicke sie auf eine positive Woche zurück, in der sie mit dem Erreichen des Endspiels eines ihrer besten Ergebnisse erzielt habe.
Jubiläum mit Nachwuchsförderung
Die Copa Nadia markiert mit dieser Ausgabe eine Dekade des Engagements für den Frauensport. Die Veranstalter betonen, dass das Turnier über die Jahre Spielerinnen aus zahlreichen Nationen eine Plattform geboten habe und sich von Sevilla aus als fester Bestandteil des internationalen Circuit etabliert habe. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von der Provinzverwaltung und der Stadt Sevilla, der Regionalregierung Andalusiens, der Königlichen Spanischen Tennisföderation sowie mehreren Sponsoren aus der Privatwirtschaft.
Im Rahmen der Siegerehrung wurden neben den Finalistinnen auch die Schiedsrichter für ihre Arbeit gewürdigt. Ein besonderer Dank galt zudem Mercedes Gordillo, der Mutter von Nadia, deren Andenken das Turnier gewidmet ist. Unter den Gästen der Schlusszeremonie befanden sich Vertreter des regionalen und lokalen Sportsowie der Tennisverbände.
Parallel zum Profiwettbewerb fand erneut ein Nachwuchsturnier statt. Die Entscheidung in der Kategorie Copa Nadia Infantil gewann Alba Martínez gegen Carla Sarmiento. Die jungen Finalistinnen erhielten ihre Auszeichnungen gemeinsam mit den Profispielerinnen — ein bewusster Schritt der Organisatoren, um Nachwuchstalenten Begegnungen mit der Elite des Sports zu ermöglichen und ihnen Vorbilder zu bieten, wie es in der offiziellen Stellungnahme hieß.
Der Wettbewerb, der vom 5. bis 11. Oktober ausgetragen wurde, ging am Samstag mit den Endspielen zu Ende. Zuvor hatte sich die Schwedin Hennemann auf dem Weg ins Finale gegen ihre Konkurrentinnen durchgesetzt und dabei ihre Ambitionen auf den Titel früh unterstrichen.
Quelle: europapress.es