Schlag gegen Drogenhandel in Bizkaia

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Baskenland

Schlag gegen Drogenhandel in Bizkaia

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Sieben Festnahmen nach monatelangen Ermittlungen

Die Ertzaintza, die Polizei des Baskenlandes, hat bei einer groß angelegten Aktion gegen den Rauschgifthandel sechs Männer und eine Frau festgenommen. Den Beschuldigten im Alter zwischen 36 und 56 Jahren werden Verbrechen gegen die öffentliche Gesundheit sowie Geldwäsche vorgeworfen. Wie die baskische Sicherheitsbehörde mitteilte, führte der Territoriale Kriminalitätsdienst von Bizkaia (SICTB) die Festnahmen in mehreren Ortschaften der Provinz durch.

Täter nutzten organisierten Vertriebsweg

Die Ermittlungen hatten bereits im Mai dieses Jahres unter dem Decknamen „Banatzailea“ begonnen. Verschiedene Hinweise hatten die Beamten auf die Spur der Gruppe geführt, die über einen längeren Zeitraum hinweg einen kontinuierlichen Handel mit illegalen Substanzen, vor allem Kokain, organisiert haben soll. Die Kette umfasste offenbar den Einkauf, die Aufbereitung, den Vertrieb und den Verkauf der Drogen.

Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt

Bei den anschließenden Durchsuchungen an verschiedenen Orten in Bizkaia wurden nicht nur Drogen, sondern auch Bargeld und Utensilien zur Herstellung und Verpackung der Substanzen beschlagnahmt. Die Bilanz der Polizei: etwa 2,5 Kilogramm Kokain, die in mehr als 400 verkaufsfertige Portionen aufgeteilt waren, rund 200 Gramm Crystal, drei Kilogramm Haschischpollen und weitere Betäubungsmittel. Zudem fanden die Einsatzkräfte Luxusuhren, Schmuck sowie Prázisionswaagen und Vakuumiergeräte, die auf einen professionellen Betrieb hindeuten. Ein besonderer Fokus der Ermittlungen liegt nun auf dem Vorwurf der Geldwäsche: Rund 225.000 Euro in bar wurden sichergestellt, die mutmaßlich aus den Drogengeschäften stammen und in den legalen Wirtschaftskreislauf eingeschleust werden sollten.

Unterschiedliche Vorstrafen der Verdächtigen

Die Polizei gab an, dass ein Teil der Festgenommenen bereits polizeilich bekannt ist. Ein 56-jähriger Mann war zuvor bereits ins Visier der Ermittler geraten. Zwei weitere Männer im Alter von 51 und 43 Jahren haben frühere Festnahmen und Ermittlungen in ihrer Akte. Für zwei Männer im Alter von 40 und 44 Jahren sowie eine 36-jährige Frau ist es hingegen die erste Festnahme durch die Ertzaintza. Alle sieben Beschuldigten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Justizbehörde überstellt, die über das weitere Vorgehen entscheiden wird. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, ist die Aktion Teil einer konzertierten Strategie gegen den organisierten Drogenhandel in der Region.


Quelle: europapress.es

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