Salas wechselt in den Wahlkampf

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Málaga

Salas wechselt in den Wahlkampf

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Wechsel nach Madrid

Javier Salas, bislang oberster Vertreter der Zentralregierung in der Provinz Málaga, hat seinen Posten geräumt. Der Sozialist wurde als Nummer drei der PSOE-Liste für die anstehenden Parlamentswahlen nominiert und macht nun den Weg für den Wahlkampf frei. Sein Nachfolger wird interimistisch der bisherige Generalsekretär der Behörde, Iván Banderas.

Sicherheitsbilanz trotz komplexer Lage

Bei seiner Verabschiedung zeichnete Salas ein positives Bild der Sicherheitslage in der Region. Málaga sei eine „sehr sichere" Provinz, so der Politiker, und liege bei den Kriminalitätsraten weit unter dem Niveau vieler anderer europäischer Länder. Diese Einschätzung gab er ab, obwohl er zugleich einräumte, dass das vergangene Jahr von einigen Delikten überschattet war, die gesellschaftlich besonders schmerzten. Man arbeite kontinuierlich an der Verbesserung der Aufklärungsquoten, insbesondere bei schweren Straftaten.

Gleichzeitig verwies Salas auf die besonderen Herausforderungen der Region, die er als „sehr komplex" beschrieb. Die hohe Einwohnerzahl, der massive Tourismusstrom und die wirtschaftliche Dynamik – etwa durch den Technologiepark Málaga TechPark – machten die Provinz zu einem einzigartigen Pflaster. Die Polizei- und Sicherheitskräfte müssten sich ständig an neue Formen der Kriminalität anpassen, etwa den organisierten Drogenhandel an der Costa del Sol. Die Spezialisierung der Einheiten sei hierfür entscheidend. Salas betonte, dass der internationale Tourismuserfolg der Region auch ein Vertrauensbeweis in ihre Sicherheit sei.

Kritik an mangelnder Kooperation

Abseits der Sicherheitsfragen wurde der Abschied von Salas auch zur politischen Abrechnung. Aus seiner Sicht habe die Zusammenarbeit zwischen der Zentralregierung und den lokalen Behörden in den vergangenen vier Jahren deutlich zu wünschen übriggelassen. Da fast alle großen Stadtverwaltungen, die Provinzregierung und die Regionalregierung in Andalusien vom konservativen Partido Popular (PP) geführt würden, seien diese Institutionen oft als „Waffe" gegen die sozialistische Zentralregierung eingesetzt worden. Dies habe wichtige Projekte für die Provinz verzögert oder gar verhindert. Salas zeigte sich „enttäuscht" über diese Strategie, die letztlich nur die Demokratie schwäche. Er räumte jedoch ein, dass es auf persönlicher Ebene durchaus konstruktive Gespräche mit einzelnen Politikern aller Parteien gegeben habe.

Ausblick auf Verkehrsprojekte

Bezüglich der dringend erwarteten Studien zur Verbesserung der Mobilität in der Provinz erklärte Salas, diese würden fortgeführt. Einige Gutachten hätten eine kurze Verlängerung der Bearbeitungszeit beantragt. Es sei nun Aufgabe der kommenden Regierung, die Ergebnisse zu präsentieren, die als Grundlage für künftige Verkehrslösungen in der Region dienen sollen. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, verabschiedete sich Salas mit den Worten, es sei eine „Ehre und ein Privileg" gewesen, Málaga in dieser Funktion zu vertreten.


Quelle: europapress.es

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