Runde Nord: 15-Millionen-Projekt für San Pedro

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Marbella

Runde Nord: 15-Millionen-Projekt für San Pedro

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Ein neues Herzstück für San Pedro

Die nordöstliche Peripherie von San Pedro Alcántara steht vor einer grundlegenden Neugestaltung. Die kommunale Regierung hat die Ausschreibungsunterlagen für ein Mammutprojekt im Bereich des Generalverkehrssystems C6 freigegeben. Mit einem Budget von 15 Millionen Euro und einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren zielt die Maßnahme darauf ab, die Verkehrssituation spürbar zu verbessern und gleichzeitig den chronischen Parkplatzmangel in der Region zu lindern, wie der stellvertretende Bürgermeister Javier García betonte.

Ursprünglich war ein kleineres Vorhaben geplant, doch das Projekt hat sich zu einer umfassenden städtebaulichen Maßnahme entwickelt, die etwa 21.000 Quadratmeter Neubaufläche umfasst. Das Herzstück bildet ein zentraler Boulevard, der die Avenida Pablo Ruiz Picasso mit der Calle Fuente Nueva verbindet. Auf 12.000 Quadratmetern entsteht dort eine Flaniermeile, die sich über einer Tiefgarage mit 215 Stellplätzen erstreckt.

Mehr als nur Parken

Die Pläne sehen jedoch nicht nur den unterirdischen Parkraum vor. Oberirdisch kommen rund 50 weitere Parkflächen in den angrenzenden Straßen hinzu, sodass insgesamt 265 neue Abstellmöglichkeiten entstehen. Das soll den Druck auf das bestehende Straßennetz erheblich mindern.

Der neue Boulevard selbst ist als familienfreundlicher Treffpunkt konzipiert. Ein großzügiger Spielplatz für Kinder, begrünte Flächen und eine durchdachte Lichtplanung sollen den bisher wenig attraktiven, unbefestigten Bereich in der Nähe der Sporthalle Elena Benítez in ein modernes Stadtviertel verwandeln. Die Verkehrsführung wird durch neue Einbahnstraßen mit je zwei Fahrspuren geregelt.

Gezielte Netzschließung

Die städtebauliche Maßnahme ist Teil eines größeren Konzepts zur Vervollständigung der nördlichen Umgehungsstraße. Diese beginnt derzeit an der Avenida Virgen del Rocío und führt über die Straßen Príncipe de Asturias und Jorge Guillén. Mit dem neuen Abschnitt soll eine durchgängige Verbindung bis zur Calle Castilla geschaffen werden. Langfristig ist sogar die Anbindung an die Carretera de Ronda und die Zufahrten nach Nueva Andalucía angedacht. Die Stadtverwaltung erhofft sich davon eine spürbare Entlastung der stark befahrenen Autobahn A-7.

Moderne Infrastruktur im Untergrund

Neben den sichtbaren Verbesserungen wird kräftig in die Erneuerung der grundlegenden Versorgungsnetze investiert. Wasserleitungen, Abwassersysteme, Glasfaserkabel und Stromleitungen werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Eine besonders markante Veränderung: Die oberirdische Hochspannungsleitung zwischen den beiden Hauptstraßen wird entfernt und in den Untergrund verlegt. Zwei Strommasten können dadurch zurückgebaut werden. Wie die Stadt mitteilt, konnte dies mit dem Energiekonzern Endesa vereinbart werden.

Die Finanzierung des Gesamtprojekts trägt vollständig die Stadtkasse von Marbella. Der Beginn der Bauarbeiten ist für das erste Halbjahr 2027 geplant, wie das Rathaus weiter mitteilte.

Dieser Artikel basiert auf Informationen von Diario Sur.


Quelle: diariosur.es

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