Rotes Unwetter über Cartagena: 100 Liter Regen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Cartagena

Rotes Unwetter über Cartagena: 100 Liter Regen

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Regenmassen und roter Alarm

Die spanische Wetterbehörde Aemet hat für Cartagena die höchste Warnstufe ausgerufen. Der rote Alarm gilt seit dem Morgen und soll zunächst bis 18:00 Uhr andauern. Im Anschluss daran bleibt die Warnung bis Mitternacht auf der nächstniedrigeren Stufe Orange bestehen. Die Einstufung als „Peligro extraordinario“ unterstreicht die außergewöhnliche Bedrohungslage.

Besonders betroffen sind die nördlichen Ortsteile. In Pozo Estrecho und La Palma registrierten die Messstationen innerhalb weniger Stunden Niederschlagsmengen von rund 100 Litern pro Quadratmeter. Diese Werte führten vielerorts zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Senken.

Behördliche Maßnahmen und Sperrungen

Bürgermeisterin Noelia Arroyo koordiniert von der Sicherheitszentrale der Stadt aus die Einsatzkräfte. Die Gemeindeverwaltung hat in den betroffenen Ortsteilen Sozialzentren geöffnet, die als Anlaufstellen für die Bevölkerung dienen. Sowohl in La Palma als auch in Pozo Estrecho können Anwohner Schutz suchen und Informationen erhalten.

Die Feuerwehr des städtischen Rettungsdienstes SEIS verzeichnete zahlreiche Anrufe. Die meisten Meldungen betrafen Fahrzeuge in Wassermassen und leichtes Eindringen von Wasser in Gebäude. Wie die Behörden mitteilen, war in der überwiegenden Zahl der Fälle kein Eingreifen erforderlich. Zusätzlich sind Teams des Wasserbetreibers Veolia im Einsatz, um die Kanalisation in La Puebla, La Palma und Pozo Estrecho zu entlasten.

Im Straßenverkehr kommt es zu erheblichen Behinderungen. Die Polizei meldet, dass die Verbindung am Cruce de Las Cañas sowie die N-332 nahe Bahía Bella gesperrt sind. Auch die Strecke zwischen Los Urrutia und Los Alcázares ist wegen Wasseransammlungen nicht passierbar.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rambla del Albujón. Experten des Katastrophenschutzes beobachten den Wasserstand in Echtzeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Siedlungen Bahía Bella, La Fuensanta und La Puebla. Als Vorsichtsmaßnahme ist ein Löschfahrzeug in La Puebla stationiert.

Appell an die Bevölkerung

Die Regionalregierung hat über das ES-Alert-System eine Warnmeldung an alle Mobiltelefone in der Gemeinde versendet. Die Stadtverwaltung appelliert an die Einwohner, äußerste Vorsicht walten zu lassen. Die Einsatzkräfte bitten eindringlich darum, überflutete Bereiche nicht zu durchqueren oder zu umfahren. Die Lage wird sich den Prognosen zufolge erst im Laufe des Abends allmählich entspannen.


Quelle: europapress.es

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