Rekordregen auf Ibiza: Behörden melden Entwarnung

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Balearische Inseln

Rekordregen auf Ibiza: Behörden melden Entwarnung

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Historische Niederschlagsmengen auf den Pityusen

Die balearischen Inseln Ibiza und Formentera haben den niederschlagsreichsten Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 75 Jahren erlebt. Das bestätigte die Direktion für Notfälle und Inneres der Regionalregierung am Dienstag. Auslöser war das Unwettertief „Adam“, das am vergangenen Wochenende für erhebliche Beeinträchtigungen im Archipel gesorgt hat.

Nach Angaben des Generaldirektors für Notfälle, Pablo Gárriz, wurden an der Messstation Es Codolar Rekordwerte von bis zu 193 Litern pro Quadratmeter registriert. Diese Zahl sei besonders bemerkenswert, wenn man die Schäden der DANA-Ereignisse von 2025 bedenke, die laut Gárriz eine „enorme Auswirkung“ hatten. Dass die aktuellen Wassermengen trotz teils höherer Werte keine größeren Schäden verursachten, wertet er als Beleg für die koordinierten Vorbereitungsmaßnahmen der vergangenen Monate.

Rückgang der Einsätze und Entwarnung für kritische Infrastruktur

Die Behörden meldeten seit Beginn des Unwetterereignisses am Samstag insgesamt 388 Vorfälle, von denen am Dienstagvormittag noch 36 offen waren. Die meisten betreffen überschwemmte Straßen und Gebäude, umgestürzte Bäume sowie beschädigte Stadtelemente. Der Schwerpunkt liegt mit 23 Fällen auf Ibiza, gefolgt von Mallorca mit elf und Formentera mit zwei Vorfällen.

Besonders erfreulich sei die Entwicklung an der Flughafenzufahrt von Ibiza, wie Gárriz hervorhob. Dort sei ein militärischer Eingriff nicht notwendig gewesen, da verstärkte Pumpmaßnahmen die Fahrbahn rechtzeitig freigehalten hätten. Die kritische Infrastruktur funktioniere weiterhin einwandfrei; einzig am Krankenhaus von Formentera seien vorübergehende Störungen aufgetreten.

Keine aktiven Warnungen mehr, aber Vorsicht bleibt geboten

Die Wetterlage hat sich inzwischen deutlich entspannt. Die staatliche Wetteragentur Aemet hat die gelben Warnungen für die Pityusen und Mallorca aufgehoben; für Menorca gilt eine solche bis zum Abend. Nachlassende, aber weiterhin mögliche Schauer könnten dort bis zu 30 Liter pro Stunde bringen.

Trotz der verbesserten Prognose hält die Notfallverwaltung an ihren Schutzmaßnahmen fest. Grund dafür ist die anhaltende Sättigung des Bodens und der erhöhte Wasserstand vieler Sturzbäche. Das Notfallprotokoll Inunbal bleibt auf Ibiza und Formentera daher in der zweithöchsten Stufe, während es auf Mallorca auf die niedrigste Stufe herabgestuft wurde.

Aufräumarbeiten der UME und Dank an die Bevölkerung

Die Militäreinheit für Notfälle (UME) unterstützt gemeinsam mit der Feuerwehr, dem Katastrophenschutz und der Forstbehörde Ibanat die Räumungsarbeiten auf Ibiza. Im Fokus stehen dabei das Abpumpen von Wasser und das Entfernen von Schlamm aus überschwemmten Gebieten, insbesondere in Playa d'en Bossa und in Teilen von Santa Eulària.

Gárriz würdigte das umsichtige Verhalten der Bürger und verwies auf die „enorme Anstrengung“ bei der Instandhaltung der Bachläufe, die entscheidend zur schnellen Entwässerung beigetragen habe. Die Behörden gehen davon aus, die verbleibenden Einsätze in den kommenden Stunden abzuschließen und die Lage vollständig zu normalisieren, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet.


Quelle: europapress.es

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