Rattenplage in Guardia-Civil-Quartier gefährdet Gesundheit

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Mijas

Rattenplage in Guardia-Civil-Quartier gefährdet Gesundheit

von Redaktion

Gesundheitsrisiko durch Nagetiere

Mitarbeiter der Guardia Civil im Hauptquartier von Mijas arbeiten unter Zuständen, die ein konkretes Gesundheitsrisiko darstellen. Wie die Vereinigung der Guardia Civil (AUGC) berichtet, hat sich eine bereits bekannte Population von Ratten in den letzten Wochen deutlich vergrößert. Die Tiere sind in Schlüsselbereichen der Dienststelle aktiv, einschließlich der Umkleideräume, des Hofes und der Arrestbereich.

Die AUGC bezeichnet die bisher eingesetzten Gegenmaßnahmen als "klar unzureichend". Laut der Vereinigung sind einfache Methoden wie Fallen oder Gift nicht wirksam genug. Fachleute für Umweltgesundheit empfehlen einen integrierten Plan, der strukturelle Prävention, Umgebungsmanagement und professionelle Kontrolle kombiniert.

Gefahren für Personen und Infrastruktur

Die Gewerkschaft weist auf die doppelte Gefahr hin, die von den Nagern ausgeht. Ratten gehören zu den bedeutendsten Überträgern von Krankheiten. Zusätzlich können sie materielle Schäden an der Infrastruktur verursachen, etwa an Leitungen, Wänden oder elektrischen Systemen.

In einem öffentlichen Statement fordert die AUGC daher dringende Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit und Gesundheit der mehr als 130 Personen, die in den Gebäuden arbeiten, sowie der dort lebenden Familien. Die Organisation verlangt die Beauftragung eines spezialisierten Unternehmens für eine dauerhafte Lösung des Problems.

Systematisches Problem alter Gebäude

Die aktuelle Situation in Mijas ist kein isoliertes Ereignis, sondern spiegelt einen größeren, strukturellen Problembereich. Die AUGC hat bereits in einer früheren Mitteilung den Zustand der Quartiere in der Provinz Malaga detailliert beschrieben.

Lediglich 59 Prozent der 74 Standorte in der Provinz werden als in gutem Zustand eingestuft. 10 Prozent sind als schlecht klassifiziert, 31 Prozent als mittelmäßig ("regular"). Als besonders problematisch gelten die Quartiere in Antequera, Cártama, Marbella-Ancón, Nerja-Carabeo, Ojén, Sierra de Yeguas und Estepona-Casasola. Eine "regelmäßige" Einstufung erhalten unter anderem die Standorte in Alhaurín de la Torre, Álora, Benalmádena, Estepona, Fuengirola, Nerja, Pizarra, Ronda, Torremolinos sowie die Kommandantur in Malaga selbst.

Altersstruktur als Ursache

Ein wesentlicher Grund für die Defizite liegt im hohen Alter der Gebäude. Die AUGC stellt fest, dass die Mehrheit der Quartiere eine durchschnittliche Betriebsdauer von 50 Jahren überschritten hat. 80 Prozent sind über 30 Jahre alt; nur 14 Gebäude wurden im 21. Jahrhundert errichtet.

Die extremsten Beispiele sind historisch: Das Quartier in Antequera stammt aus 1931, Riogordo aus 1937, Periana aus 1946 und Nerja aus 1948. Mehrere weitere wurden in den 1950er Jahren gebaut, wie in Cortes de la Frontera, El Burgo, Mollina und Pizarra. Insgesamt 58 Prozent aller Quartiere in der Provinz Malaga sind über fünfzig Jahre alt.

Die meisten Gebäude entstanden in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren, darunter die in Álora, Benalmádena, Estepona, Fuengirola, Ronda, Torremolinos und der Kommandantur. In den 1990er Jahren wurden lediglich vier neue Quartiere errichtet.

Die AUGC hat den Chef der Kommandantur Malaga, Colonel Roberto Blanes, aufgefordert, im Fall Mijas unmittelbar zu intervenieren. Die Gewerkschaft sieht die Rattenplage als Symptom einer weitreichenden Unterinvestition in die grundlegende Infrastruktur der Sicherheitsbehörde.