PSOE fordert sofortige Maßnahmen auf der Carretera de la Sierra

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Granada

PSOE fordert sofortige Maßnahmen auf der Carretera de la Sierra

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Kritik an ausbleibender Reaktion der Stadtverwaltung

Die sozialistische Fraktion im Stadtrat von Granada hat die lokale Regierung am Montag zu einem sofortigen Eingreifen aufgefordert. Konkret geht es um die Sicherheit von Fußgängern auf der vielbefahrenen Carretera de la Sierra, einer wichtigen Zufahrtsstraße in die Stadt. Die Gemeinderätin Ana Muñoz greift damit Beschwerden von Anwohnern und Gewerbetreibenden auf, die seit langem auf die Gefahren beim Überqueren dieser Schnellstraße hinweisen.

Vier neuralgische Übergänge ohne technische Absicherung

Wie die Partei in einer Stellungnahme mitteilte, bleiben die schriftlichen Bitten der Nachbarschaftsvereinigung an das Rathaus bisher unbeantwortet. Muñoz richtet ihren Fokus insbesondere auf den Abschnitt zwischen Cuatro Caminos und der Plaza Duque de Galatino. Dort existieren vier Fußgängerüberwege, die weder über eine Ampel noch über eine Anhebung der Fahrbahn verfügen. Diese Stellen werden täglich von hunderten Anwohnern genutzt, etwa um zu Bushaltestellen oder zu Müllsammelstellen zu gelangen.

Deutliche Diskrepanz zwischen erlaubtem und tatsächlichem Tempo

Die Politikerin betont, dass die Kritik bereits mehrfach in der Bezirksversammlung vorgebracht wurde. Es sei nicht hinnehmbar, dass lediglich ein Verkehrsschild auf die Überwege hinweist, während die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit deutlich über den erlaubten 30 Kilometern pro Stunde liege. Die Straße diene als Zubringer zur Autobahn und nach Cenes de la Vega, weshalb Autofahrer hier erfahrungsgemäß besonders schnell unterwegs seien.

Verweis auf tödlichen Unfall als Mahnung

Die Sozialistin erinnert in diesem Zusammenhang an einen tragischen Vorfall auf derselben Straße: An der Einmündung zur Calle El Charcón kam eine Frau ums Leben, als sie an einem Überweg von einem Fahrzeug erfasst wurde. Die Situation sei also keine abstrakte Sorge, sondern bereits traurige Realität gewesen. Täglich seien Notbremsungen und Ausweichmanöver zu beobachten, besonders bei schlechten Sichtverhältnissen am Morgen oder in der Nacht. Man dürfe nicht auf eine weitere Katastrophe warten, bevor die Stadtregierung unter Bürgermeister Carazo handle.

Forderung nach baulichen Veränderungen

Die Fraktion verlangt die zeitnahe Umgestaltung der vier Überwege zu erhöhten Querungshilfen oder die Installation wirksamer verkehrsberuhigender Elemente. Muñoz stellt klar, dass es nicht um außergewöhnliche Forderungen gehe, sondern um den Schutz von Leben. Das bloße Neustreichen der Markierungen sei keine Lösung für ein derart gravierendes Problem.

Über den Verkehr hinaus: Allgemeiner Pflegezustand der Umgebung

Die Gemeinderätin ordnet die Verkehrsproblematik in einen größeren Kontext ein. Sie konstatiert eine generelle Vernachlässigung des gesamten Bereichs um die Carretera de la Sierra. Mängel bei der Straßenreinigung, fehlende Neupflanzungen in leeren Baumscheiben sowie der sichtbare Verfall von Straßen und Plätzen werden von ihr aufgelistet. Als Beispiel für die mangelhafte Instandhaltung nennt sie die Calle El Calar, wo lediglich provisorische Flickarbeiten durchgeführt würden, die nach kurzer Zeit wieder aufbrächen. Ein umfassender Asphaltierungsplan fehle, was bei den Bewohnern zunehmend Unmut hervorrufe, so Muñoz abschließend.

Wie Europa Press berichtet, bleibt abzuwarten, ob die Stadtverwaltung auf die erneuten Forderungen reagiert.


Quelle: europapress.es

Mehr aus Granada & Andalusien