Polizei zerschlägt Marihuana-Plantagen in Elda

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

elda

Polizei zerschlägt Marihuana-Plantagen in Elda

von Redaktion

Razzia nach Nachbarschaftshinweis

Die Ermittlungen der Policía Nacional, die zur Zerschlagung zweier groß angelegter Indoor-Plantagen führten, nahmen ihren Ausgang von einer konkreten Bürgerinformation. Wie die Polizeiführung in einer Mitteilung berichtete, wurde den Beamten die mögliche Existenz eines Cannabisanbaus in einem Wohnhaus in Elda zur Kenntnis gebracht.

Nach ersten Überprüfungen des verdächtigen Objekts konkretisierten sich die Hinweise auf eine Indoor-Plantage. Im Zuge der anschließenden Observationen und Fahndungsmaßnahmen identifizierten die Ermittler eine zweite Wohnung in der Stadt, in der mutmaßlich dieselbe illegale Aktivität stattfand.

Durchsuchung und Festnahmen

Auf Grundlage der gesammelten Beweise erwirkten die Behörden bei der zuständigen Justizbehörde Durchsuchungsbefehle für beide Immobilien. Die am 25. April durchgeführten Razzien bestätigten die Ermittlungshypothesen.

In den beiden Wohnungen wurden insgesamt 1.481 Cannabispflanzen sichergestellt. Die Anbauoperation war nach Polizeiangaben technisch hochgerüstet: Ein ausgeklügeltes hydroponisches System, bestehend aus Transformatoren, Belüftungs- und Absauganlagen, diente der optimierten Pflanzenzucht. Bei den Durchsuchungen fanden die Beamten zudem eine Schusswaffe vom Kaliber .22 mit Munition sowie 1.500 Euro in bar.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden vier Personen – ein Mann und drei Frauen im Alter zwischen 21 und 69 Jahren – vorläufig festgenommen.

Illegale Stromabzweigung nachgewiesen

Ein weiterer Ermittlungsstrang betraf die Energieversorgung der illegalen Plantagen. Wie die Polizei mitteilte, wurden in Abstimmung mit dem örtlichen Stromversorger Untersuchungen eingeleitet, um mögliche Stromdiebstähle oder illegale Netzanschlüsse zu überprüfen.

Techniker des Energieunternehmens bestätigten den Verdacht: Bei mindestens einer der beiden Wohnungen handelte es sich um einen illegalen Direktanschluss an das öffentliche Stromnetz, ein typisches Vorgehen bei der energieintensiven Indoor-Produktion von Betäubungsmitteln.

Verfahren und Einordnung

Nach Abschluss der polizeilichen Erstermittlungen wurden die vier Festgenommenen dem zuständigen Ermittlungsrichter in Elda vorgeführt. Die Polizei bewertet die Aktion als erfolgreiche Unterbrechung einer bedeutenden lokalen Bezugsquelle für Rauschgift. Der ausgehobene Betrieb soll die Region Elda mit Marihuana versorgt haben.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der kriminellen Vereinigung und den Absatzwegen dauern an.