
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Polizei schlägt zu: Cannabis-Club in Sevilla war reine Verkaufsstelle
Fassade „Verein“, Realität Drogenhandel
In Andalusien sorgt ein Schlag gegen die illegale Drogenszene für Aufsehen. Die Nationalpolizei hat einen mutmaßlichen Cannabis-Club im Herzen von Sevilla hochgenommen. Was als gemeinnützige Konsumentenvereinigung getarnt war, entpuppte sich bei der Durchsuchung als profiterzielender Drogenladen.
Die Beamten schlugen zu, nachdem Hinweise auf Unregelmäßigkeiten in dem Lokal eingegangen waren. Bei der anschließenden Razzia wurden fast zwei Kilogramm Marihuana, etwa anderthalb Kilogramm Haschisch sowie mehr als 1.000 fertig gedrehte Joints sichergestellt. Dazu kamen rund 1.200 Euro Bargeld, mutmaßlich Erlöse aus dem Straßenverkauf. Auch Verpackungsmaterial und Dokumente, die auf eine organisierte Distribution hindeuten, wurden beschlagnahmt.
Schutzbehauptung oder Straftat?
Befürworter von Cannabis-Clubs argumentieren gerne mit Selbstbestimmung und medizinischer Nutzung. Doch dieser Fall zeigt die andere Seite der Medaille: Hier wurde offenbar kein kontrollierter Eigenanbau für Mitglieder betrieben, sondern ein schwungvoller Handel mit Betäubungsmitteln. Die Grenze zwischen legaler Grauzone und strafbarer Kriminalität ist offenbar schnell überschritten – ein Alibi, das die Behörden nicht länger hinnehmen.
Der Festgenommene muss sich nun wegen eines Vergehens gegen die öffentliche Gesundheit verantworten. Die Ermittlungen laufen, weitere Hintergründe werden geprüft. Für die Polizei ist der Fall ein klarer Beleg: Wer unter dem Deckmantel einer „Assoziation" harte Drogen unters Volk bringt, ist kein alternativer Geschäftsmann, sondern Krimineller. Die Justiz wird das Urteil sprechen – die Botschaft aber ist schon jetzt deutlich. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, war die Aktion Teil einer konzertierten Überwachung der Lokalität.
Quelle: europapress.es