Neue Masche: Falscher Notfall soll Senioren täuschen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Murcia

Neue Masche: Falscher Notfall soll Senioren täuschen

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Die Polizei in der Region Murcia hat vor einer perfiden Betrugsmasche gewarnt, die gezielt ältere Menschen ins Visier nimmt. Die Beamten berichten von einer neuen Variante des sogenannten "falschen Notfalls", bei der die Täter mit psychologischem Druck und erfundenen Schicksalsschlägen ihre Opfer um Ersparnisse und Schmuck bringen.

Die Ermittler der Jefatura Superior de Policía in Murcia beobachten diese Betrugsform derzeit mit Sorge. Wie die Polizeibehörde mitteilt, geben sich die Täter als medizinisches Personal aus und behaupten am Telefon, ein Familienmitglied der Angerufenen sei schwer erkrankt und müsse sofort operiert werden. Diese erfundene Notlage versuchen sie zu nutzen, um eine sofortige Zahlung für die angebliche Behandlung zu verlangen. Die Masche sei besonders hinterhältig, da sie die natürliche Sorge um Angehörige ausnutze.

Besonders perfide ist die anschließende Abwicklung: Die Betrüger kündigen an, einen Boten vorbeizuschicken, der das Geld oder die Wertsachen abholen soll. In einigen Fällen, so die Polizei, wurden die Opfer sogar aufgefordert, ihre Habseligkeiten in ein undurchsichtiges Paket zu legen und dieses einfach aus dem Fenster oder vom Balkon zu werfen.

So schützen sich Angehörige und Betroffene

Die Polizei rät deshalb zu äußerster Skepsis bei unerwarteten Anrufen mit Geldforderungen. "Die Täter setzen auf Schock und Angst, damit die Betroffenen keine Zeit zum Nachdenken haben", erklären die Ermittler. Statt in Panik zu verfallen, sollten Angerufene erst einmal tief durchatmen und die Lage nüchtern prüfen. Der wichtigste Schritt: Direkt den vermeintlich betroffenen Verwandten anrufen und die Geschichte überprüfen.

Misstrauen ist auch angebracht, wenn Anrufer Bargeld oder Schmuck für eine "dringende Operation" verlangen, vor allem wenn sie ankündigen, jemanden vorbeizuschicken. Weitere Warnsignale sind Verbindungen von anonymen Nummern oder Fragen nach persönlichen Daten. Die Beamten raten außerdem dazu, innerhalb der Familie ein Codewort zu vereinbaren, das nur die engsten Vertrauten kennen.

Wer dennoch einen solchen Anruf erhält oder sogar schon Opfer geworden ist, soll sich sofort melden. Die Polizei verweist auf den Notruf 091 oder die nächstgelegene Polizeidienststelle. Wenn bereits Geld oder Schmuck übergeben wurde, zählt jede Minute: Je schneller die Anzeige erstattet wird, desto besser können die Ermittler reagieren. Eine genaue Beschreibung des Abholers und alle Details zum Ablauf sind dabei besonders wertvoll für die Fahndung.

Wie die spanische Nachrichtenagentur Europa Press in einer Meldung vom 22. Oktober berichtet, stammen die Informationen von der Polizeibehörde der Region Murcia.


Quelle: europapress.es

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