
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Málaga geht gegen illegale Auto-Treffen vor
Scharfes Vorgehen gegen Raserei und Tuning-Spektakel
Die andalusische Küstenmetropole Málaga will sich nicht länger mit nächtlichem Auto-Terror abfinden. In einer konzertierten Aktion hat die örtliche Polizei in der Nacht zum Samstag ein deutliches Zeichen gegen illegale Fahrzeugkonzentrationen gesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Sieben Anzeigen, darunter für gefährliche Kunststücke und technisch mangelhafte Fahrzeuge, sowie die Auflösung eines Treffens mit geschätzt 80 beteiligten Autos.
Wo die Polizei genauer hinschaut
Die Beamten fokussierten sich bei ihrem Einsatz auf bekannte Treffpunkte der Szene: die Verbindungsstraße Azucarera-Intelhorce, das Messegelände Cortijo de Torres, das Universitätsviertel sowie die Umgebung des örtlichen Ikea-Möbelhauses. Es handelt sich dabei um Orte, die in der Vergangenheit immer wieder als Schauplätze für riskante Fahrmanöver und illegale Rennen dienten. Die Strategie der Behörden ist offensichtlich zweigleisig: Neben der physischen Präsenz vor Ort setzt man auf modernste Ermittlungsarbeit. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, werden soziale Netzwerke und offene Internetquellen systematisch ausgewertet, um Drahtzieher und Teilnehmer dieser gefährlichen Zusammenkünfte frühzeitig zu identifizieren.
Die Bilanz einer entschlossenen Nacht
Der Erfolg der Maßnahme lässt sich an harten Fakten messen. Der Höhepunkt des Einsatzes war gegen 23:50 Uhr erreicht, als die Polizei eine wilde Ansammlung von mindestens 80 Fahrzeugen in der Straße Calle Gambia auflöste. Doch damit nicht genug: Bei den anschließenden Kontrollen, die sowohl stationär als auch mobil durchgeführt wurden, gerieten zahlreiche Verkehrssünder ins Visier der Ordnungshüter. Besonders kurios sind die Delikte, die zur Anzeige gebracht wurden. So erwischten die Beamten gleich zwei Fahrer von Kleinkrafträdern, die ihr Können durch sogenannte Wheelies, also das Fahren auf dem Hinterrad, unter Beweis stellten. Die Liste der Verstöße liest sich wie ein Lexikon der Verkehrsgefährdung: fehlende Hauptuntersuchung (ITV), Missachtung von Polizeianweisungen, ein Fall von rücksichtslosem Fahren und ein Fahrer, der ohne gültigen Versicherungsschutz unterwegs war.
Wenn die Show im Krankenhaus endet
Die Gefährlichkeit dieser verbotenen Treffen zeigt sich nicht nur in den Statistiken, sondern auch in den unmittelbaren Folgen. Im Gewerbegebiet Trévenez kam es während des Polizeieinsatzes zu einem Unfall, der exemplarisch für die Risiken des nächtlichen Treibens ist. Ein Fahrzeug, das sich durch eine auffällige Fahrweise hervortat, verlor die Kontrolle und prallte gegen einen Kreisverkehr. Die Insassen kamen mit leichten Verletzungen davon. Für die Verantwortlichen in Málaga ist dies ein weiterer Beleg, dass das konsequente Durchgreifen gegen die Szene notwendig ist, um Schlimmeres zu verhindern.
Der Erfolg des nächtlichen Großeinsatzes könnte nun Schule machen. Die Kombination aus öffentlicher Kontrolle und verdeckter Ermittlung scheint ein probates Mittel, um die Straßen der Stadt sicherer zu machen und denjenigen das Handwerk zu legen, die meinen, die Nacht gehöre ihnen und ihren PS-starken Spielzeugen.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die Stadtverwaltung von Málaga berichtet.
Quelle: europapress.es