
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Murcia probt den Ernstfall gegen Hackerangriffe
Simulationsphase in der Region Murcia
Die Region Murcia hat die Schutzmaßnahmen für ihre kritischen Infrastrukturen einem praxisnahen Belastungstest unterzogen. In kontrollierten Umgebungen wurden simulierte Hackerangriffe ausgeführt, um die Wirksamkeit neu entwickelter Sicherheitslösungen zu überprüfen. Im Fokus stand dabei die Frage, wie zuverlässig die Systeme digitale Bedrohungen erkennen und wie schnell sie angemessen reagieren können.
Die Übungen sind Teil des europäischen Forschungsprojekts "Resilmesh", an dem die Region seit 2023 über ihre Generaldirektion für digitale Transformation beteiligt ist. Unterstützt wird das Vorhaben von der Stiftung Integra sowie der Universität Murcia. Im Rahmen der aktuellen Projektphase wurde die technische Infrastruktur vollständig aufgebaut und konfiguriert, um realistische Angriffsszenarien nachzustellen.
KI-gestützte Abwehr als Schlüsseltechnologie
Die neuartigen Sicherheitslösungen setzen unter anderem auf Algorithmen der Künstlichen Intelligenz. Diese sollen Angriffsmuster frühzeitig erkennen und die Widerstandsfähigkeit der Systeme erhöhen. Javier Martínez, Generaldirektor für digitale Transformation, betonte den präventiven Nutzen der Tests: "Die Übungen zeigen uns, wie Systeme unter komplexen Bedingungen agieren. Wir identifizieren Schwachstellen und verbessern den Schutz vor immer ausgefeilteren Angriffsmethoden."
Die gesammelten Daten und Kennzahlen aus den Simulationen werden nun von den Teams der Region und der Universität Murcia ausgewertet. Die Ergebnisse fließen in den Abschlussbericht des Projekts ein, der der Europäischen Kommission vorgelegt wird.
Letzter Austausch vor Projektabschluss
Erst in der vergangenen Woche trafen sich die Konsortialpartner in der tschechischen Stadt Brno, um die Ergebnisse der verschiedenen Pilotprojekte abzugleichen und die letzten Schritte zu koordinieren. Das internationale Konsortium von Resilmesh umfasst 14 Einrichtungen aus zehn Ländern, darunter Irland, Österreich, Finnland, Griechenland und Portugal. Koordiniert wird das Projekt von der Technischen Universität Shannon in Irland.
Mit einem Budget von sieben Millionen Euro, finanziert aus dem EU-Programm Horizont Europa, geht das Projekt nach dreijähriger Laufzeit nun in seine finale Phase. Martínez zeigte sich überzeugt vom Mehrwert der europäischen Zusammenarbeit: "Cyberbedrohungen entwickeln sich rasant. Durch den Austausch mit Experten aus ganz Europa bringen wir aktuelles Wissen direkt in die Region Murcia."
Quelle: europapress.es