
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Murcia lockt: Ausländer-Beschäftigung boomt
Ein Jobwunder am Mittelmeer?
Während in Berlin über Fachkräftemangel lamentiert wird, schreibt Spaniens Südosten eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Die Region Murcia hat im September fast 3.000 neue ausländische Beschäftigte gewonnen – ein sattes Plus von 2,52 Prozent gegenüber dem Vormonat. Mit über 120.500 Beitragszahlern aus dem Ausland erreicht die Region einen neuen Höchststand, der selbst eingefleischte Globalisierungsgegner ins Grübeln bringen sollte.
Die Zahlen, die für sich sprechen
Wer jetzt noch behauptet, Migration sei ein Standortnachteil, der sollte die Fakten des Ministeriums für Inklusion und Migration studieren. Innerhalb eines Jahres kletterte die Zahl ausländischer Beschäftigter in Murcia um beeindruckende 16,21 Prozent. Im September waren 105.987 Arbeitnehmer aus Nicht-EU-Staaten gemeldet, während 14.536 aus der Europäischen Union kamen. Besonders bemerkenswert: Der Agrarsektor, oft als unattraktiv verschrien, ist mit fast 47.000 ausländischen Arbeitskräften das Zugpferd dieser Entwicklung.
Das spanische Paradoxon: Mehr Beschäftigung durch Zuwanderung
Kritiker mögen einwenden, dass Ausländer den Einheimischen die Jobs wegnähmen. Die Realität widerlegt diese Märchendialektik jedoch eindrucksvoll. Während die Region Murcia ihre ausländische Belegschaft ausbaut, verzeichnet ganz Spanien einen historischen Höchststand von über 3,63 Millionen ausländischen Beitragszahlern. Mehr als die Hälfte aller seit der Arbeitsmarktreform geschaffenen Stellen – exakt 52,3 Prozent – geht auf Konten von Zuwanderern. Wer diese Zahlen ignoriert, betreibt bewusste Realitätsverweigerung.
Die Rettung des Arbeitsmarktes
Die jüngste Regularisierungswelle von über 420.000 ausländischen Arbeitnehmern zeigt Wirkung. Diese Menschen zahlen nun Sozialversicherung, anstatt im Schatten der Schattenwirtschaft zu vegetieren. In der Gastronomie stellen Ausländer bereits ein Drittel der Belegschaft, in der Landwirtschaft fast ein Drittel. Selbst in der Baubranche ist jeder vierte Arbeiter ausländischer Herkunft. Noch Fragen zum Nutzen geordneter Migration?
Stabilisierung statt Wettbewerb
Die Zahlen des Arbeitsministeriums von Elma Saiz sprechen eine klare Sprache: 86,2 Prozent der ausländischen Arbeitskräfte haben unbefristete Verträge – eine Steigerung von 27 Prozentpunkten gegenüber der Zeit vor der Arbeitsmarktreform. Wer hätte das gedacht? Reguläre Arbeitsverhältnisse statt Ausbeutung und Lohndumping. Die Angst vor billiger Konkurrenz erweist sich als das, was sie immer war: ein Hirngespinst.
Die Daten des Ministeriums belegen, was Ökonomen seit Jahren predigen: Zuwanderung ist kein Nullsummenspiel. Die Region Murcia und ganz Spanien profitieren von der neuen Dynamik – und könnten damit Vorbild für andere europäische Länder sein, die noch immer über den falschen Fragen debattieren. Die Zukunft gehört denen, die Chancen ergreifen, nicht denen, die Mauern bauen.
Quelle: europapress.es