Murcia bleibt Schlusslicht bei Haushaltseinkommen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Murcia

Murcia bleibt Schlusslicht bei Haushaltseinkommen

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Überragende Mehrheit im untersten Einkommenssegment

Die Region Murcia weist die höchste Konzentration einkommensschwacher Gemeinden in ganz Spanien auf. Wie aus dem aktuellen "Atlas der Verteilung der Haushaltseinkommen" des Nationalen Statistikinstituts (INE) hervorgeht, ordnen sich 91,1 Prozent der murcianischen Kommunen im untersten Viertel der landesweiten Einkommensskala ein. Für diese Orte liegt das durchschnittliche jährliche Nettoeinkommen pro Einwohner unter der Schwelle von 13.407 Euro.

Nur die verbleibenden 8,9 Prozent der Gemeinden erreichen das zweite Einkommensviertel, das zwischen 13.408 und 15.080 Euro pro Person und Jahr liegt. Keine einzige Kommune der Region schafft es in die beiden oberen Segmente – weder in die Kategorie der mittleren bis höheren Einkommen (15.081 bis 17.156 Euro) noch in die Spitzengruppe ab 17.157 Euro.

Diese Verteilung weicht deutlich vom gesamtspanischen Schnitt ab, wo sich die rund 8.000 Gemeinden des Landes gleichmäßig auf die vier Einkommensquartile verteilen. Besonders groß ist der Kontrast zum Norden: Während 89,7 Prozent der baskischen Kommunen und 71,3 Prozent der navarresischen im obersten Viertel liegen, belegt Murcia gemeinsam mit Andalusien (83,9 Prozent) und Extremadura (82 Prozent) die entgegengesetzte Tabellenseite.

Pro-Kopf-Einkommen auf Provinzebene

Auch bei der Betrachtung der Provinzen insgesamt bleibt Murcia im unteren Bereich. Mit einem durchschnittlichen Nettojahreseinkommen zwischen 13.682 und 15.238 Euro pro Kopf rangiert die Region im zweitschwächsten Intervall. Führend sind Gipuzkoa mit 20.790 Euro, Bizkaia mit 19.858 Euro und die Autonome Gemeinschaft Madrid mit 19.277 Euro. Die Schlusslichter bilden andalusische Provinzen: Almería mit 12.244 Euro, Huelva mit 12.765 Euro und Jaén mit 12.835 Euro.

Deutliche Polarisierung in der Stadt Murcia

Der INE-Bericht, der auf Steuerdaten und soziodemografischen Indikatoren basiert, liefert zusätzlich eine Feinanalyse für Provinzhauptstädte auf Ebene einzelner Zählbezirke. Für die Stadt Murcia zeigt sich dabei eine bemerkenswerte Zweiteilung: 9,8 Prozent der städtischen Sektoren weisen als "sehr hoch" klassifizierte Einkommen auf und überschreiten den nationalen Schwellenwert des zehnten Dezils von 21.652 Euro pro Kopf. Demgegenüber fallen 13,9 Prozent der Zählbezirke in die Kategorie "sehr niedrig" – hier liegen die Einkünfte unter der Grenze des ersten Dezils von 11.322 Euro jährlich.

Der am Montag veröffentlichte Datensatz des INE bestätigt damit eine über Jahre andauernde strukturelle Schieflage der Einkommensverteilung im Südosten Spaniens. Während einzelne Stadtviertel der Hauptstadt durchaus wohlhabende Züge tragen, bleibt die Region als Ganzes im unteren nationalen Vergleich verankert – mit geringen Aussichten auf kurzfristige Veränderung, solange sich an der wirtschaftlichen Basis der Gemeinden nichts Grundlegendes ändert.

Die Daten stammen aus dem offiziellen Bericht des INE zur Einkommensverteilung für das Berichtsjahr 2024, der auf Basis von Steuererklärungen und Sozialdaten erstellt wurde.


Quelle: europapress.es

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