Morant warnt vor "Land der Angst

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Valencia

Morant warnt vor "Land der Angst

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Richtungswahl in Spanien

Diana Morant, Generalsekretärin der valencianischen Sozialisten und Wissenschaftsministerin, hat die bevorstehende Parlamentswahl als grundlegende Weichenstellung beschrieben. Vor dem Bundesausschuss der PSOE warnte sie am Samstag, dass es bei der Abstimmung am 29. Oktober um die Alternative zwischen einem "Land, das begeistert" und einem "Land, das Angst macht" gehe. Morant sprach sich dabei klar für eine Fortsetzung der Regierung unter Pedro Sánchez aus – auch mit Blick auf die Interessen ihrer Heimatregion.

Beispiel Valencia

Die Politikerin nutzte die Gelegenheit, um vor einem möglichen Regierungsbündnis aus konservativer Volkspartei (PP) und rechtspopulistischer Vox auf nationaler Ebene zu warnen. Als warnendes Beispiel dient ihr die Lage in der Valencianischen Gemeinschaft, wo seit 2023 eine Koalition aus PP und Vox regiert. Morant geißelte die dortige Führung als Ansammlung von "Franquisten, Machisten, Klimawandel-Leugnern und Landschaftszerstörern". Sie verwies auf die umstrittene Bildung einer Regionalregierung durch ein Abkommen, das in der Öffentlichkeit als "Servietten-Pakt" bekannt wurde.

Die Sozialistin kritisierte zudem die Personalpolitik der konservativen Partei, deren Kandidatenaufstellung für die anstehenden Wahlen sie als intransparent bezeichnete. Dem stellte sie das eigene Team gegenüber, das in den drei Provinzen der Region bereits nominiert sei. Morant zeigte sich überzeugt, dass der erwartete Erfolg ihrer Partei bei der Bundestagswahl ein Vorbote für einen Sieg bei den Regionalwahlen im kommenden Jahr sein werde. In diesem Zusammenhang kündigte sie selbstbewusst an: "Eine Frau wird sie aus der Generalitat vertreiben."

Die Äußerungen fallen in eine Phase intensiver Wahlkampfaktivitäten, in der die Sozialisten versuchen, ihre Kernwählerschaft zu mobilisieren und gleichzeitig unentschlossene Wähler von einem Weiter-so unter Sánchez zu überzeugen. Morant betonte, der amtierende Ministerpräsident habe ein besonderes Gespür für die Stimmung im Land bewiesen. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, fiel die Rede der Ministerin vor dem Hintergrund interner Diskussionen über die strategische Ausrichtung der Partei. Die Sozialisten sehen sich in den Umfragen einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der konservativen Opposition ausgesetzt. Weitere Informationen zur Wahl in Spanien


Quelle: europapress.es

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