
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Miró-Stiftung auf Mallorca plant große Renovierung
Kunst und Poesie im Fokus
Die Fundació Pilar i Joan Miró auf Mallorca stellt ihr Programm für das kommende Jahr vor: Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „Miró. Pintor de paraules", die sich ab Mai mit der engen Verbindung des Künstlers zur Lyrik beschäftigt. Wie die Stiftung mitteilte, wird die Schau Mirós Beziehung zu bedeutenden Dichtern und Verlegern wie Pablo Neruda, René Char oder Jacques Dupin beleuchten. Im Zentrum steht der Dialog zwischen Wort, Bild, Farbe und Material – ein Thema, das sich durch Mirós gesamtes Schaffen zieht.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Sonderpräsentationen, darunter eine zu „Lapidari", das Miró gemeinsam mit dem Schriftsteller Pere Gimferrer entwickelte, sowie eine Annäherung an das absurde Universum von Alfred Jarry. Gezeigt wird außerdem der Dokumentarfilm „Els rastres fosforescents dels cargols" von Cesc Mulet, der Mirós Arbeitsräume in den Blick nimmt.
Investition in historische Räume
Parallel zur Ausstellungsarbeit investiert die Stiftung rund 2,6 Millionen Euro in die Erneuerung ihrer historischen Liegenschaften. Ein zentraler Punkt ist die Wiedereröffnung von Son Boter, dem ehemaligen Bauernhaus mit den berühmten Wandmalereien Mirós, dessen Restaurierung im Dezember abgeschlossen werden soll. Auch im Taller Sert, dem von Josep Lluís Sert entworfenen Atelier, sind Konsolidierungsarbeiten geplant. Zudem werden der Gebäudekomplex Moneo und die Gartenanlagen instand gehalten.
Die Renovierung der Räumlichkeiten soll gemeinsam mit der Präsentation neu erworbener Skulpturen den künstlerischen und historischen Wert des Ensembles stärken. Auch die Gärten werden neu gestaltet, der Skulpturengarten soll weiter gefestigt werden.
Internationaler Austausch und Forschung
Das Programm 2027 zeigt sich interdisziplinär: Geplant sind Konzerte, Tanzaufführungen, Filmvorführungen und Literaturformate. Mit dem Zyklus „Miró y la música" wird der musikalischen Seite des Künstlers nachgespürt, außerdem kooperiert die Stiftung mit Kulturfestivals auf den Inseln. Im akademischen Bereich widmet sich das vierte internationale Miró-Symposium der Poesie und den Büchern des Künstlers. Die Ergebnisse sollen künftig in einer eigenen Publikationsreihe erscheinen, um die Forschungsergebnisse dauerhaft zu sichern.
Weiterhin setzt die Stiftung auf ihre Bildungsprogramme für Schulen, Familien und Lehrkräfte. Die Arbeit an der Sammlung – von der Erhaltung über die Katalogisierung bis zur Dokumentation – bleibt ein Schwerpunkt. Die Zusammenarbeit mit dem Historischen Archiv der Balearen (Pahib) wird fortgeführt, um den Zugang zu Fotos, Dokumenten und Pressematerial zu verbessern. Die Stiftung fördert zudem den künstlerischen Nachwuchs: Die Kurse in den graphischen Werkstätten und die Pilar-Juncosa-Preise bleiben fester Bestandteil des Angebots.
Quelle: europapress.es