
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Messerattacke in Madrid: Haftbefehl erlassen
Schnelle Ermittlungserfolge nach Bluttat
Die zuständige Richterin des Gewaltschutzgerichts Nummer 3 in Madrid hat für den tatverdächtigen Spanier Untersuchungshaft angeordnet. Der Haftbefehl wurde am Freitagvormittag vollstreckt, nur zwei Tage nachdem die Polizei den Mann nach einer intensiven Fahndung festnehmen konnte. Die Ermittler werfen dem Festgenommenen einen heimtückischen Mord an seiner Partnerin vor.
Ablauf der Tat und Rettungsversuche
Der Vorfall ereignete sich am frühen Dienstagnachmittag in der ruhigen Wohnstraße Ontanilla im Bezirk Carabanchel. Ein aufmerksamer Passant alarmierte um kurz vor 15 Uhr die Notrufzentrale Cimacc, nachdem er eine verletzte Frau im Hauseingang einer Wohnanlage entdeckt hatte.
Eintreffende Rettungskräfte von Samur und Summa fanden die Frau leblos vor. Sie litt unter mehreren schweren Stichverletzungen, die vor allem Brust- und Bauchbereich betrafen. Den Sanitätern gelang es zunächst, die Frau nach einem Herzstillstand wiederzubeleben. In kritischem Zustand transportierte man sie in das Universitätsklinikum 12 de Octubre, wo sie jedoch wenig später ihren Verletzungen erlag.
Gezielte Fahndung führt zur Festnahme
Die Mordkommission übernahm unmittelbar die Ermittlungen und konnte innerhalb weniger Stunden einen dringend Tatverdächtigen identifizieren. Der Gesuchte wurde schließlich in seinem Fahrzeug in der Nähe der Kreuzung Montejo und Ciudad de Frías aufgespürt. Spezialkräfte der Polizeistation Usera-Villaverde nahmen den Mann widerstandslos fest.
Die Beamten des Morddezernats prüfen nun alle Beweismittel und Zeugenaussagen. Das Motiv scheint im privaten Umfeld zu liegen, da das Opfer und der Beschuldigte in einer Beziehung standen. Der Fall wird als mutmaßlicher Femizid behandelt, was die Zahl derartiger Gewaltverbrechen in Spanien in diesem Jahr erneut erhöht.
Quelle: europapress.es