
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Malaga stoppt digitale Dienste wegen PHP-Schwachstelle
Präventive Maßnahme nach weltweiter Sicherheitswarnung
Die Stadtverwaltung von Malaga hat als Reaktion auf eine internationale Sicherheitswarnung eine Reihe ihrer digitalen Angebote vorübergehend vom Netz genommen. Betroffen sind Dienste, die auf der Programmiersprache PHP basieren. Wie die Behörde mitteilte, sei die Schwachstelle als äußerst kritisch einzustufen. Die Information stammt von den offiziellen Warnsystemen des nationalen Computer-Notfallteams (CCN-CERT) sowie der andalusischen Cybersicherheitsstelle (AndalucíaCERT).
Hintergrund der Abschaltung
Die zuständigen Sicherheitsbehörden hatten in ihren aktuellen Empfehlungen dazu geraten, betroffene Systeme entweder sofort zu aktualisieren oder den Dienst bis zur Behebung des Problems vollständig einzustellen. Der Hintergrund ist das potenzielle Risiko eines Missbrauchs der Sicherheitslücke über das Internet. Die Stadtverwaltung folgt dieser Empfehlung nun mit der vorsorglichen Stilllegung bestimmter Plattformen.
Vorgehen der Stadtverwaltung
Das städtische Amt für Innovation hat umgehend die internen Abwehrmechanismen aktiviert. Die Cybersicherheitsabteilung der Stadt arbeitet derzeit daran, alle in der städtischen Infrastruktur verwendeten PHP-basierten Anwendungen zu identifizieren. Ziel ist es, diese systematisch auf sichere, aktualisierte Versionen zu bringen.
Sobald die entsprechenden Sicherheitsupdates aufgespielt sind, sollen die betroffenen Dienste schrittweise wieder für die Öffentlichkeit freigeschaltet werden. Für all jene Internetdienste, die nicht als unverzichtbar gelten und bei denen eine sofortige technische Lösung nicht möglich ist, bleibt vorerst eine vorübergehende Isolierung bestehen.
Interne Systeme unter Beobachtung
Parallel zur Prüfung der öffentlich zugänglichen Angebote evaluiert das Innovationsamt den Zustand sämtlicher betroffener Systeme im internen Verwaltungsnetz. Dabei geht es vor allem darum, die Isolierung der jeweiligen Bereiche zu gewährleisten. Die Überprüfungen laufen fortlaufend, um auch für diejenigen Systeme individuelle Lösungen zu finden, die nicht direkt aktualisiert werden können.
Die Stadtverwaltung bittet die Bürger um Verständnis für mögliche Unannehmlichkeiten. Die vorbeugenden Maßnahmen seien notwendig, um die digitalen Systeme der Kommunalverwaltung zu schützen.
Quelle: europapress.es