
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Madrider Bürgermeister kündigt Schutzzaun für Bärenstatue an
Sicherheitsmaßnahme nach Drohungen
Die Madrider Stadtverwaltung reagiert auf die jüngsten Vorfälle am „Oso y el Madroño“ mit einer sichtbaren Konsequenz: Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida kündigte an, die kommunale Polizei werde den Bereich um das historische Wahrzeichen mit einem Bauzaun absichern. Als Begründung nannte er die zunehmende Beschädigung des Denkmals, das erst kürzlich erneut mit politischen Parolen und Drohungen gegen die Regionalpräsidentin beschmiert wurde.
Eskalation am Rande der Proteste
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Proteste, die sich im Zentrum der spanischen Hauptstadt abspielen. Der Bürgermeister wies bei einem Pressegespräch ausdrücklich darauf hin, dass die aktuellen Zustände nicht als friedlicher Protest zu werten seien. Er verwies auf Beleidigungen und Einschüchterungsversuche, die über die reine Meinungsäußerung hinausgehen. Zugleich räumte er ein, dass für die Auflösung der Zeltaktion in der Puerta del Sol letztlich die nationale Polizei zuständig sei.
Kritik an den Sicherheitsbehörden
In seiner Stellungnahme griff Martínez-Almeida auch die Vertreter der Zentralregierung scharf an. Er stellte die Frage in den Raum, wieso das Innenministerium und die Madrider Vertretung der Regierung keine Gefahr in den jüngsten Entwicklungen erkennen. Er verwies auf die Situation der lokalen Geschäftsleute, die unter den nächtlichen Ruhestörungen und hygienischen Zuständen zu leiden hätten. Diese Klagen stünden im Kontrast zu früheren Bewertungen ähnlicher Protestformen, was er als Widerspruch bezeichnete.
Rückendeckung aus den eigenen Reihen
Der Bürgermeister zeigte sich von seiner Einschätzung überzeugt, dass die aktuelle Situation nicht mit einer herkömmlichen Demonstration zu vergleichen sei. Er forderte die Kritiker seiner Linie auf, das Gespräch mit den Anwohnern und Händlern zu suchen. Die Debatte über die Proteste und den Umgang mit dem öffentlichen Raum in Madrid dürfte damit vorerst nicht abreißen.
Quelle: Europa Press (auf Spanisch)
Quelle: europapress.es