
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Madrid meldet sechs Prozent mehr Guardia Civil in Cádiz
Personalkrise überwunden?
Die spanische Zentralregierung verweist auf einen deutlichen Personalaufwuchs bei der Guardia Civil in der Provinz Cádiz. Wie aus einer schriftlichen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der konservativen Volkspartei (PP) hervorgeht, stieg die Zahl der dort eingesetzten Beamten seit 2018 um 5,92 Prozent. Das berichtet die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf das Papier aus dem Innenministerium.
Aufwuchs seit dem Sonderplan
Konkret wuchs die Personalstärke in den Kommandanturen von Cádiz und Algeciras demnach von 2.471 Beamten im Dezember 2018 auf 2.904 Beamte bis zum 30. Juni dieses Jahres. Die Regierung führt diese Entwicklung auf den seit 2018 laufenden Sonderplan für die Sicherheit im Campo de Gibraltar zurück. Der Grad der Stellenbesetzung in den Einheiten zur Bekämpfung des Drogenschmuggels liege derzeit bei 90,96 Prozent.
Die Regierung betont, dass die Personalauftstockung Teil einer Strategie sei, die 2012 begann und das Blatt gewendet habe. In der Zeit zwischen 2012 und 2018, die von der PP unter Ministerpräsident Mariano Rajoy regiert wurde, seien in Spanien mehr als 13.000 Stellen bei den Sicherheitskräften verloren gegangen. Seit 2018 seien die Einstellungsquoten auf 115 bis 125 Prozent angehoben worden, um die Verluste zu kompensieren.
Neue Einheiten und Strategien
Neben der reinen Personalaufstockung verweist das Innenministerium auf strukturelle Veränderungen. Das frühere Sonderzentrum zur Bekämpfung des Drogenschmuggels im Süden (OCON-SUR) sei in die regulären Strukturen der Justizpolizei der Guardia Civil in Andalusien integriert worden. Ziel sei eine effizientere Nutzung der Ressourcen.
Die Antwort der Regierung bezieht sich auch auf den neuen Sonderplan für das Campo de Gibraltar für die Jahre 2026 und 2027. Dieser sehe die Fortsetzung der bisherigen Bemühungen vor, heißt es. Zudem habe die schnelle Eingreiftruppe der Guardia Civil (GAR) eine dauerhafte Präsenz in der Region, die im Rahmen des Operationsplans Carteia agiert.
Die Frage der PP hatte sich auf Investitionen in technologische Ausrüstung für die Einheiten in der Provinz Cádiz bezogen. Die Regierung betont in ihrer Antwort, dass die neu geschaffenen Stellenpläne mit Blick auf künftige Herausforderungen konzipiert seien, wobei die Besetzung schrittweise erfolge. Die Gesamtzahl der Beamten von Policia Nacional und Guardia Civil in Spanien habe im Dezember des Vorjahres mit 159.075 Beamten einen historischen Höchststand erreicht.
Quelle: europapress.es