
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Landaluce wehrt sich gegen Rücktrittsforderungen
Landaluce sieht sich einer Verschwörung ausgesetzt
José Ignacio Landaluce, der Bürgermeister von Algeciras, hat seine politische Zukunft weiterhin offen gelassen. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, steht der konservative Politiker massiv unter Druck: Zwölf von 15 Stadträten seiner eigenen Partei, die bisher Teil seiner Regierungsmannschaft waren, fordern seinen Rücktritt. Landaluce weist die Vorwürfe, die zu dieser Forderung führten, entschieden zurück.
In einem auf sozialen Netzwerken veröffentlichten Video äußerte sich der Rathauschef erstmals öffentlich zu den Anschuldigungen. Zwei Anzeigen wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe sollen gegen ihn vorliegen – erfahren habe er davon jedoch nur über die Presse. „Mir ist kein einziges Schreiben eines Gerichts zugegangen“, betonte Landaluce und fügte hinzu, er besitze Beweise für seine Unschuld. Er sprach von einer orchestrierten Kampagne: „Alle gegen mich – und keiner gewährt mir die Unschuldsvermutung. Sie wollen meinen politischen und sozialen Tod.“
Ein Politiker im Dauerfeuer
Der Druck auf Landaluce kommt nicht nur von politischen Gegnern. Der Bürgermeister, der seit 16 Jahren mit einem Teil seiner Stadträte zusammenarbeitet, fühlt sich auch von den eigenen Leuten verraten. Er kündigte an, sowohl gegen die Sozialisten (PSOE) als auch gegen die parteiinternen Kritiker vorzugehen, sobald er seine Unschuld bewiesen habe. „Was für ein Zufall, dass alle den Rathausstuhl für sich beanspruchen“, so Landaluce, der offenbar eine Intrige hinter der Rücktrittsforderung vermutet.
Trotz der widrigen Umstände zeigt sich der Stadtchef kämpferisch. Algeciras sei seit seinem 23. Lebensjahr sein Lebensinhalt, jede Freude und jedes Leid der Bürger gehe ihm nahe. „Ich werde weiter versuchen, für die Bewohner zu kämpfen“, erklärte er, um dann resignierend hinzuzufügen: „Aber schwer haben sie es mir gemacht – alle gegen mich.“
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die zerrüttete Stimmung in der Kommunalpolitik der andalusischen Hafenstadt. Während der Bürgermeister auf juristische Aufarbeitung setzt, bleibt die Frage nach seiner politischen Zukunft und der Handlungsfähigkeit der Stadtverwaltung vorerst unbeantwortet.
Quelle: europapress.es