König mahnt gemeinsame EU-Außengrenzen an

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Spanien

König mahnt gemeinsame EU-Außengrenzen an

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Bei einem Seminar an der Universität Lappland hat Spaniens König Felipe VI. an den Zusammenhalt der Europäischen Union appelliert. Die Sicherheit der EU-Außengrenzen müsse als gemeinsame Verantwortung verstanden werden, sagte er am Mittwoch an der Seite des finnischen Präsidenten Alexander Stubb. Eine Bedrohung eines Mitgliedsstaates sei immer auch eine Bedrohung der gesamten Union, so der Monarch mit Blick auf die spanischen Hoheitsgebiete in Nordafrika.

Der König warnte davor, Krisen geografisch zu isolieren. Wer den südlichen Flanken Europas Gefahren unterstelle, müsse sich bewusst sein, dass diese auch den Norden beträfen – und umgekehrt. Er verwies in diesem Zusammenhang auf das Engagement spanischer Streitkräfte im Baltikum, am Schwarzen Meer und in der Arktis. Dort verteidigten sie nicht nur fremdes Territorium, sondern die gemeinsame „einzige Grenze“ Europas.

Ausdrücklich verknüpfte Felipe VI. diese Erwartungshaltung mit der sogenannten südlichen Außengrenze, an der unter anderem die spanische Exklave Ceuta liegt. Er zeigte sich überzeugt, dass ein Angriff dort mit derselben Solidarität und Entschlossenheit beantwortet würde wie an jeder anderen Stelle der EU-Außengrenze. Auch Finnland traue er eine Beteiligung an dieser Verteidigung zu – das gegenseitige Vertrauen der Partner sei schließlich das stärkste Sicherheitsversprechen.

Hintergrund der Äußerungen sind die wiederkehrenden Spannungen an den Grenzen Spaniens zu Marokko sowie die angespannte Debatte über die Verteilung von Verteidigungslasten innerhalb der NATO und der EU. Wie die Zeitung „Axarquia Plus“ berichtet, betonte Felipe VI. zudem die strategische Brückenfunktion Spaniens zwischen Europa und Afrika sowie zwischen Atlantik und Mittelmeer. Die europäische Sicherheit und die transatlantischen Beziehungen müssten sich gegenseitig stärken, so der König mit Blick auf jüngste Zweifel an den traditionellen Bündnisstrukturen.


Quelle: axarquiaplus.es

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