Kriminalität in Málaga sinkt um 3,3 Prozent

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Málaga

Kriminalität in Málaga sinkt um 3,3 Prozent

von Redaktion3 Min. Lesezeit

Entwarnung oder Zufall? Málaga zwischen Statistik und Realität

Während die politische Opposition gerne das Bild einer außer Kontrolle geratenen Stadt zeichnet, liefern die nüchternen Zahlen des Innenministeriums eine klare Ansage: Die Kriminalität in Málaga ist kein wachsendes Problem, sondern ein schrumpfendes. Zwischen Januar und September dieses Jahres registrierten die Behörden einen Rückgang der Straftaten um beachtliche 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wer jetzt noch von einem „Kontrollverlust“ fabuliert, ignoriert schlichtweg die Faktenlage.

Der Beweis liegt auf dem Tisch

Es sind nicht bloße Versprechungen, sondern handfeste Statistiken, die bei der außerordentlichen Sitzung der örtlichen Sicherheitsbehörde am Dienstag präsentiert wurden. Die Bilanz der ersten sechs Monate fällt sogar noch deutlicher aus, wenn man den Blick auf die gesamte Provinz richtet: Hier sank die Kriminalitätsrate um 2,3 Prozent. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung bei den schwersten Verbrechen. Die Zahl der vollendeten Tötungsdelikte ging in der Provinz um fast 36 Prozent zurück, versuchte Tötungen sogar um 17,2 Prozent. Dies ist kein Grund zur Selbstzufriedenheit, aber sehr wohl einer, die Panikmache einiger Kritiker zu entlarven.

Natürlich sind die jüngsten Schüsse in der Stadt – etwa im Stadtteil Barcenillas oder in der belebten Muelle 1 – geeignet, Unruhe zu stiften. Doch die Verantwortlichen von Polizei und Verwaltung stellten in der Sitzung unmissverständlich klar: Eine Ansiedlung organisierter Kriminalität im Zentrum von Málaga findet nicht statt. Diese Vorfälle sind Einzelfälle, so unbequem das für diejenigen sein mag, die daraus eine Systemkrise konstruieren wollen. Die Ermittlungsbehörden untermauern diese Einschätzung mit einer Aufklärungsquote von 100 Prozent bei Auftragsmorden in der Provinz – der jüngste Fall ausgenommen, der noch Gegenstand laufender Ermittlungen ist.

Der Preis der Sicherheit

Doch die Statistik allein tröstet nicht über strukturelle Probleme hinweg. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Erfolg des „Plan Costa del Sol“, der von der Nationalpolizei im April 2024 gestartet und im September auf die Stadt ausgeweitet wurde, an personellen Kapazitäten hängt. Die Stadtverwaltung um Bürgermeister Francisco de la Torre pocht daher auf konkrete Zahlen: Wie viele Beamte sind tatsächlich im Einsatz, wie viele davon in der heiklen Nachtzeit? Auf diese Fragen blieb die Zentralregierung eine Antwort bisher schuldig – ein Zustand, der angesichts des wachsenden Drucks durch Drogenschmuggel an der Küste nicht haltbar ist.

Ein weiterer Wermutstropfen trübt die Bilanz: das Verhalten der Sicherheitskräfte bei den Protesten Ende September auf der Plaza de la Constitución. Während die Stadtpolizei einschritt, fehlte offenbar der Wille der Nationalpolizei, die Errichtung von Zelten zu verhindern. Solche Uneinigkeiten sind Wasser auf die Mühlen aller, die an der Effizienz des Sicherheitsapparates zweifeln. Wenn man den Rückgang der Kriminalität nachhaltig sichern will, dann ist dies eine Aufgabe für das ganze Team – nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf der Straße.

Trotz dieser Spannungen betont das Rathaus den Willen zur „maximalen Zusammenarbeit“ zwischen allen Körperschaften. Eine Aussage, die man angesichts des gestiegenen Problemdrucks an der Costa del Sol nur hoffentlich nicht als leere Floskel abtun muss. Die Fakten geben Grund zur Hoffnung, aber keine Lizenz zum Ausruhen.

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, wurden die Zahlen in einer außerordentlichen Sitzung der Junta Local de Seguridad bekannt gegeben.


Quelle: europapress.es

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