
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Krebspatient stirbt an Affenpocken-Infektion
Infektion im Krankenzimmer
Ein tragischer Vorfall ereignete sich in der Universitätsklinik Donostia in San Sebastián. Wie das baskische Gesundheitsdienst Osakidetza bestätigte, ist dort ein Patient an den Folgen der Mpox-Infektion, umgangssprachlich auch als Affenpocken bekannt, verstorben. Der 61-jährige Mann befand sich aufgrund seiner onkologischen Grunderkrankung in stationärer Behandlung, als er sich mit dem Virus ansteckte.
Die Infektionskette lässt sich nach Angaben der Behörden auf eine Belegung des Krankenzimmers zurückführen. Offenbar teilte sich der Verstorbene das Zimmer mit einem anderen Patienten, bei dem die Viruserkrankung nicht erkannt worden war. Dieser unerkannte Infektionsherd dürfte die Ursache für die Ansteckung gewesen sein, wie die Verantwortlichen vermuten.
Wie das Nachrichtenportal Europa Press berichtet, gilt das Virus als wahrscheinliche Todesursache. Obwohl der Patient aufgrund seiner Krebserkrankung ohnehin ein geschwächtes Immunsystem aufwies, geht der aktuelle Kenntnisstand davon aus, dass die Mpox-Erkrankung den letztendlichen Ausschlag für den tödlichen Verlauf gegeben hat.
Umgang mit dem Erreger
Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf den Umgang mit hochansteckenden Krankheiten in Kliniken, insbesondere in Abteilungen mit immungeschwächten Patienten. Während die Behörden betonen, dass die Übertragung in diesem Fall auf einen sehr engen Kontakt im selben Zimmer zurückzuführen sei, zeigt der Fall die verheerenden Konsequenzen, die eine verspätete Erkennung des Virus haben kann. Die genauen Umstände und der zeitliche Ablauf der Infektion werden nun von den zuständigen Fachleuten ausgewertet, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu verhindern.
Quelle: europapress.es