Kindesaussetzung als Einwanderungstrick

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Granada

Kindesaussetzung als Einwanderungstrick

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Kalkül statt Notlage: Der perfide Plan mit den Kindern

Wer glaubt, Migranten mit Touristenvisum seien nur auf der Durchreise, der irrt gewaltig. In Granada hat die Polizei eine Masche aufgedeckt, die zynischer kaum sein könnte: Eltern aus Nordafrika reisen legal mit ihrem Nachwuchs ein — und lassen ihn dann schlichtweg zurück. Die Bilanz: acht Festnahmen, 19 betroffene Minderjährige, laufende Ermittlungen. Das ist kein Einzelfall, das ist System.

Die Masche: Kind als Werkzeug

Die Polizei ist auf ein Muster gestoßen, das sich in erschreckender Regelmäßigkeit wiederholt. Die Kinder tauchen allein oder mit Begleitung in Polizeidienststellen auf und behaupten, auf sich gestellt zu sein. Das Ziel ist glasklar: Sie erhoffen sich eine Aufenthaltserlaubnis, die später die Familienzusammenführung ermöglicht. Gleichzeitig sichern sie sich Zugang zu kostenloser Bildung und staatlicher Versorgung. Wer jetzt noch von humanitärer Not spricht, verkennt die Faktenlage.

Gut situiert, aber schamlos

Besonders perfide: Viele der Kinder stammen aus durchaus wohlhabenden Verhältnissen. Sie tragen Markenkleidung, sprechen fließend Englisch und Französisch und wirken gepflegt. Die Geschichte von der gefährlichen Flucht im LKW entpuppt sich oft als Inszenierung. Die Eltern sind längst zurück in der Heimat, während ihre Sprösslinge in Spanien als vermeintliche Schützlinge des Systems agieren sollen.

Rechtsstaat lässt die Maske fallen

Die Behörden haben die Nase voll von dieser Instrumentalisierung. Sie ermitteln wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung und Aussetzung Minderjähriger — Delikte, die mit Freiheitsstrafen geahndet werden. Die Staatsanwaltschaft macht ernst: Weitere Verhaftungen sind angekündigt. Es ist ein wichtiges Signal, dass der Rechtsstaat solche perfiden Strategien nicht kampflos hinnimmt.

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, häufen sich die Fälle seit Jahresbeginn. Die Ermittler rechnen mit weiteren Aufdeckungen in den kommenden Wochen.

Doppelmoral mit Ansage

Man muss sich die Frage gefallen lassen: Ist das noch Migration aus Not oder schon geplante Sozialleistungserschleichung auf dem Rücken der Kinder? Wer sein Kind bewusst als migrationspolitisches Druckmittel einsetzt, entlarvt die eigene Geschichte als Lug. Die spanische Justiz sendet mit den Ermittlungen ein klares Signal: Dieses Spiel wird nicht mitgespielt. Die Kinder sind am Ende die Leidtragenden — nicht als Opfer von Armut, sondern als Instrumente kalkulierter Täuschung.


Quelle: europapress.es

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