
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Katalonien zittert: Regenpause nur ein Zwischenspiel
Entwarnung? Fehlanzeige!
Wer jetzt aufatmet, könnte einen fatalen Fehler machen. Kataloniens Regierungschef Salvador Illa macht unmissverständlich klar: Das Schlimmste ist noch nicht vorbei. Die Prognosen für die kommenden Tage gleichen einem Horror-Szenario, und die Behörden tasten sich im Nebel der Modelle an die nächste Katastrophe heran. Die erhoffte Beruhigung nach dem jüngsten Unwetter-Chaos bleibt aus – im Gegenteil, die Lage spitzt sich erneut zu.
Krisenmodus statt Normalität
Am Sonntagnachmittag wird der operative Koordinierungsstab Kataloniens, das Cecat, wieder zusammenkommen. Der Grund ist alles andere als ein Routine-Termin. Illa skizziert die Bedrohungslage in düsteren Worten: Eine DANA, jenes gefürchtete Kaltlufttropfen-Phänomen, das im Mittelmeerraum immer wieder für apokalyptische Zustände sorgt, steht offenbar unmittelbar bevor. "Wir müssen noch genau kalibrieren, welche Landstriche wie hart getroffen werden", so der Präsident. Das klingt nicht nach Regierungsrhetorik, sondern nach akuter Gefahrenabwehr.
Dank und Mahnung zugleich
Während Illa den Bürgern für ihr vorbildliches Verhalten während der bisherigen Warnungen dankt, fordert er gleichzeitig das nächste Opfer von Geduld und Vernunft: Maximale Vorsicht in den kommenden Stunden. Diese Mischung aus Anerkennung und Appell hat Methode, denn jede Unachtsamkeit kann im Angesicht solcher Wassermassen tödlich enden. Dass die Lage ernster ist als gedacht, zeigt ein tragischer Fall: Im Küstenort Cabrera de Mar wird weiterhin eine Person vermisst. "Wir hoffen, sie so schnell wie möglich zu finden", sagt Illa – ein Satz, der wie eine Mahnung an alle klingt, die die Warnungen auf die leichte Schulter nehmen könnten. Der Wettergott zeigt Katalonien erneut seine unbarmherzige Seite, und die Politik reagiert mit maximaler Alarmbereitschaft. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Quelle: europapress.es