Junqueras attackiert Feijóo scharf

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Barcelona

Junqueras attackiert Feijóo scharf

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Ein Angriff auf die Identität

Der Ton im spanischen Sprachenstreit wird rauer. Oriol Junqueras, der Vorsitzende der katalanischen Republikanischen Linken (ERC), hat dem Volkspartei-Chef Alberto Núñez Feijóo in unmissverständlichen Worten vorgeworfen, die sprachliche Immersion an Kataloniens Schulen "liquidieren" zu wollen. Was wie ein juristisches Gutachten klingt, ist in Wahrheit eine Kriegserklärung im Kulturkampf um die Identität Kataloniens.

Die historische Errungenschaft

Junqueras bezeichnete das Modell der Sprachimmersion, bei dem Katalanisch die zentrale Unterrichtssprache ist, als eines der "erfolgreichsten historischen Werkzeuge" der Region. Für die ERC ist dies keine bloße Verwaltungsfrage, sondern der Kern des katalanischen Selbstverständnisses. Wer an diesem Fundament rüttelt, so die unmissverständliche Botschaft aus Barcelona, stellt sich gegen den Willen einer ganzen Nation.

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, ging Junqueras in seinem Angriff noch einen Schritt weiter: Er stellte PP und Vox gemeinsam als die "größte Bedrohung" für die katalanischen Institutionen, das Bildungswesen und den Autonomiestatus dar. Diese Gleichsetzung ist bemerkenswert – denn sie rückt die konservative Volkspartei in die Nähe der rechtsradikalen Vox, eine Einordnung, die in Madrid für erheblichen Widerstand sorgen dürfte.

Der Kampf geht weiter

Die Schlussfolgerung des ERC-Chefs ist eindeutig: Seine Partei sei der "Schutzwall gegen diese reaktionäre Welle". Man werde die katalanische Sprache und das Schulsystem kompromisslos verteidigen. Die Botschaft ist klar an die eigene Basis gerichtet, aber auch als Warnung an alle, die eine Neuausrichtung der Sprachenpolitik erwägen.

Die Frage, ob Spanisch im Klassenzimmer einen größeren Stellenwert erhalten soll, spaltet das Land. Die einen sehen darin eine notwendige Modernisierung, die anderen den Anfang vom Ende der katalanischen Kultur. Junqueras hat sich nun unmissverständlich positioniert – und den Konflikt auf die Spitze getrieben.


Quelle: europapress.es

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