Jerez setzt auf Kino und Kulinarik

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Jerez de la Frontera

Jerez setzt auf Kino und Kulinarik

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Die andalusische Stadt Jerez de la Frontera hat sich einmal mehr als Schauplatz für Filmkunst präsentiert. Am vergangenen Wochenende ging im Teatro Villamarta die vierte Auflage des Festivals „Cine con Acento“ zu Ende. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verband für darstellende und audiovisuelle Künste der Stadt, unterstützt von der örtlichen Filmschule sowie den öffentlichen Institutionen auf städtischer, provinzieller und regionaler Ebene.

Festival mit kulinarischem Schwerpunkt

Unter dem Motto „In Jerez isst man wie im Kino“ stand die diesjährige Ausgabe ganz im Zeichen der Verbindung von Film und Gastronomie. Das komplette Programm war für Besucher kostenlos zugänglich. Bürgermeisterin María José García-Pelayo, die gemeinsam mit Mitgliedern des Stadtregierung an der Abschlussgala teilnahm, zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung des Festivals: „Es erfüllt uns mit Stolz, dass sich Jerez als Filmstadt etabliert. Wir sind ein Raum, der nicht nur etablierten Künstlern und Fachleuten eine Bühne bietet, sondern auch Nachwuchstalenten und Quereinsteigern.“

Die Festivalleitung zog eine positive Bilanz: Mit mehr als 300 eingereichten Produktionen verzeichnete die vierte Ausgabe eine deutliche Steigerung gegenüber den rund 200 Bewerbungen aus dem Vorjahr. Erstmals wurde zudem eine europäische Kategorie eingeführt, außerdem ein Sonderpreis mit Blick auf die Ernennung Jerez‘ zur Gastronomischen Hauptstadt 2026.

Ehrung für Lorca und lokale Größen

Die Gala, musikalisch begleitet von der städtischen Musikband, war zugleich eine Hommage an den Dichter Federico García Lorca. Festivaldirektorin Lidia Jaén betonte: „Jerez ist ohne Zweifel eine gastronomische Hauptstadt – hier wird nicht nur gut gegessen, sondern auch das Leben gefeiert.“ Gleichzeitig würdigte sie alle Teilnehmer, ob nominiert oder nicht.

Neben der Vergabe der Wettbewerbspreise gab es besondere Auszeichnungen: Die jerezianische Regisseurin Yolanda Centeno wurde für ihr berufliches Wirken geehrt, Schauspielerin Ruth Gabriel erhielt den Ehrenpreis und der aus Cádiz stammende Darsteller Manuel Morón wurde mit dem Preis von Canal Sur ausgezeichnet.

Zu den prägenden Momenten des Abends zählte die Vorführung des Dokumentarfilms „Perfectamente imperfectos“ (zu Deutsch: „Perfekt unvollkommen“). Der Film begleitet vier Familien aus dem Umfeld der Organisation Uniper, deren Kinder an seltenen Krankheiten leiden. Entstanden aus einer zufälligen Begegnung, zeigt das Werk den Alltag der Familien – geprägt von Fragilität, aber auch von Liebe und positiver Lebenshaltung.

Wie die regionalen Veranstalter mitteilten, konnten sich die Besucher auch in diesem Jahr über ein Programm freuen, das Filmkunst und regionale Identität miteinander verband – mit einem klaren Bekenntnis zu mehr Nachwuchsförderung in der Audiobranche.


Quelle: europapress.es

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