IMV schützt 94.680 Menschen in Granada

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Andalusien

IMV schützt 94.680 Menschen in Granada

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Mindestsicherung: Daten für September veröffentlicht

Die staatliche Mindestsicherung in Spanien, bekannt als Ingreso Mínimo Vital (IMV), zeigt in der Provinz Granada eine deutliche Präsenz. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die Regierungsdelegation berichtet, verzeichnete die jüngste Statistik des Instituto Nacional de la Seguridad Social (INSS) für September 31.611 begünstigte Haushalte. In diesen Haushalten leben den Angaben zufolge insgesamt 94.680 Personen.

Die durchschnittliche Leistung je Haushalt und Monat beläuft sich auf 575,72 Euro. Die Gesamtauszahlung für September erreichte ein Volumen von rund 18,86 Millionen Euro. Ein Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum zeigt einen Anstieg: Aktuell sind 4.096 Leistungsbezüge mehr aktiv als noch vor zwölf Monaten, was einem Zuwachs von 14,9 Prozent entspricht. Auch die Zahl der Begünstigten stieg im gleichen Zeitraum um 11.202 Personen auf nunmehr 94.680, ein Plus von 13,4 Prozent.

Geschlechterverteilung und Haushaltsstruktur

Die Auswertung der Daten offenbart eine deutliche Mehrheit weiblicher Leistungsbezieher. Rund 70 Prozent der Leistungsträger sind Frauen (22.133). Ihr Anteil an allen Begünstigten liegt mit 49.820 Personen bei 52,6 Prozent. Seit Einführung der Leistung vor mehr als sechs Jahren hat der IMV in der Provinz kumuliert 46.177 Haushalte erreicht und etwa 136.000 Menschen unterstützt.

Ein zentraler Aspekt ist die Wirkung auf Familien mit Kindern. Aktuell profitieren 37.168 Minderjährige von der Leistung; das entspricht 39,2 Prozent aller Begünstigten. Kumuliert seit 2020 waren es mehr als 57.000 Kinder und Jugendliche. In 21.139 Haushalten (66,8 Prozent) leben Kinder, was den direkten Einfluss auf die Bekämpfung von Kinderarmut unterstreicht. Die Haushaltsstruktur zeigt zudem eine hohe Zahl Alleinerziehender: 4.813 Haushalte sind monoparental, meist geführt von Frauen.

Zusätzliche Unterstützung für Familien

Das sogenannte Complemento de Ayuda Para la Infancia (CAPI) ergänzt den IMV. Im September erhielten 21.613 Haushalte diese Zulage. Die durchschnittliche Hilfe beträgt 68,27 Euro pro Kind und 117,95 Euro pro Haushalt. Die Staffelung nach Alter sieht Zahlungen von 115 Euro monatlich für Kinder unter drei Jahren vor, 80,50 Euro für Drei- bis Sechsjährige und 57,50 Euro für Kinder zwischen sechs und 18 Jahren.

Die Besonderheit des CAPI liegt in seiner flexibleren Einkommensgrenze. Er kann unabhängig vom IMV beantragt werden. Ein Beispiel aus dem Bericht: Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern kann die Zulage noch bei einem Einkommen von bis zu 4.182 Euro pro Monat erhalten. Dies erweitert den Schutz vor Kinderarmut deutlich über die Gruppe der von extremer Armut betroffenen Haushalte hinaus.

Rolle für junge Erwachsene

Der IMV dient auch als Instrument zur Arbeitsmarktintegration. Das Durchschnittsalter der Begünstigten liegt bei 28,07 Jahren; ohne die Leistungsträger sinkt es auf 20,06 Jahre. Dieser Wert verdeutlicht die Bedeutung für junge Menschen in der Phase des Berufseinstiegs. Die Möglichkeit, die Leistung mit Erwerbseinkommen zu kombinieren, sowie Arbeitsanreize unterstützen diesen Zweck. Zudem wurden die Zugangsbedingungen für Jüngere angepasst: Volljährige ab 18 Jahren oder emanzipierte Minderjährige mit Kindern können die Hilfe beantragen. Für unter 30-Jährige wurde die erforderliche Dauer eines eigenen Haushalts von drei auf zwei Jahre reduziert.

Quelle: Eigene Recherche basierend auf einem Bericht von Europa Press.


Quelle: europapress.es

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