Haftstrafe für Treibstoff-Schmuggel in Sevilla

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Sevilla

Haftstrafe für Treibstoff-Schmuggel in Sevilla

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Brennstoff für die Drogenroute

Die spanische Guardia Civil hat zwei mutmaßliche Treibstofflieferanten für den Drogenschmuggel gestoppt. Wie die Behörde mitteilt, wurden die Männer im Rahmen der Operation "Moneyboxx" auf der Autobahn A-4 nahe Sevilla abgefangen. In ihrem Transporter befanden sich 149 Kanister mit rund 3.500 Litern Benzin – offenbar eine Ladung für sogenannte Narcolanchas, die schnellen Motorboote der Drogenhändler.

Die Ermittler hatten den Wagen bereits seit einiger Zeit im Visier, nachdem Hinweise auf einen regelmäßigen Treibstofftransport für kriminelle Zwecke eingegangen waren. Bei der Kontrolle am Kilometer 525 der A-4 zeigte sich, warum der Verdacht aufgekommen war: Der Fahrer trat derart aufs Gaspedal, dass die Beamten Verstärkung aus den nahegelegenen Posten Carmona und Los Alcores anfordern mussten, um den Transporter zu stoppen.

Ein Fahrer ohne Punkte, ein Hauptmieter in Haft

Besonders brisant: Der Fahrer besaß gar keine gültige Fahrerlaubnis mehr – sein Führerschein war wegen vollständigen Punktverlusts längst eingezogen worden. Das hinderte ihn offenbar nicht daran, den riskanten Transport zu übernehmen. Die Guardia Civil nahm sowohl den Mann am Steuer als auch die Person fest, die das Fahrzeug gemietet hatte.

Der Fahrer wurde einem Richter vorgeführt, der umgehend Untersuchungshaft anordnete. Er sitzt nun in Sevilla in Gewahrsam, während die Ermittlungen weiterlaufen. Die Beamten schließen nicht aus, dass noch weitere Personen in das Netzwerk verstrickt sind.

Die Aktion ist Teil eines größeren Vorgehens gegen die Logistik des Drogenhandels an der andalusischen Küste. Treibstoff ist für die Schmuggler ein kostbares Gut – ohne die regelmäßigen Lieferungen kommen ihre schnellen Boote nicht weit. Genau hier setzen die Ermittler an und zerschlagen zunehmend die Versorgungsketten.

Die Operation "Moneyboxx" wurde vom Ermittlungsbereich des Hauptpostens La Rinconada geleitet, unterstützt von Patrouillen der ersten und fünften Kompanie des Kommandos Sevilla. Die Behörden betonen, dass die Ermittlungen noch andauern und mit weiteren Festnahmen zu rechnen ist.

Die Informationen stammen von der spanischen Nachrichtenagentur Europa Press sowie aus einer offiziellen Mitteilung der Guardia Civil.


Quelle: europapress.es

Mehr aus La Rinconada & Sevilla & Andalusien