
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Haftbefehl nach Waldbrand bei Tuéjar erlassen
Rund zwei Wochen nach dem verheerenden Waldbrand nahe der valencianischen Gemeinde Tuéjar hat ein Gericht Konsequenzen gezogen: Der am Donnerstag festgenommene Tatverdächtige muss in Untersuchungshaft. Die zuständige Richterin am Gericht in Llíria ordnete am Freitag die Untersuchungshaft an – kommuniziert und ohne Möglichkeit auf Kaution, wie das Obere Justizamt der Region Valencia mitteilte.
Ermittlungen wegen Brandstiftung
Der Festgenommene wird verdächtigt, das Feuer am 15. September vorsätzlich oder fahrlässig ausgelöst zu haben. Die Behörden gehen von einer direkten Flammenentzündung als Ursache aus. Der Brand brach in der Nähe der Schlucht des Río Tuéjar aus, in einem Gebiet, das als „La Cueva de la Paloma“ bekannt ist. Erst eine Woche später, am 22. September, konnte der Brand vollständig gelöscht werden.
Die Bilanz war verheerend: Rund 850 Hektar Land wurden zerstört, die Feuerwehr kämpfte zeitweise gegen eine Flammenfront mit einem Umkreis von etwa 20 Kilometern. Die Ermittlungen der Guardia Civil führten nun zur Festnahme des mutmaßlichen Verursachers. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm ein Vergehen der Brandstiftung vor. Der Fall wird nun von der Justiz weiter untersucht, der Beschuldigte bleibt bis auf Weiteres in Haft. Angesichts der Trockenheit in der Region und der zunehmenden Waldbrandgefahr verfolgen die Behörden derartige Fälle mit besonderer Härte. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, könnte dem Mann im Falle einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe drohen.
Quelle: europapress.es