
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Guardia Civil schlägt gegen Cannabis-Anbau in Granada zu
Schlag gegen Drogenhandel im Großraum Granada
Die spanische Guardia Civil hat bei einem mehrtägigen Großeinsatz in der Provinz Granada einem Großteil der dortigen Cannabis-Produktion einen schweren Schlag versetzt. Wie die Behörden mitteilen, wurden seit Montag dieser Woche in insgesamt 51 durchsuchten Objekten mehr als 13.000 Marihuana-Pflanzen sichergestellt. Die Beamten stellten zudem über 15 Kilogramm Cannabisblüten, mehrere Kilogramm Streumaterial, mehr als 27.000 Euro Bargeld sowie Waffen und diverses Equipment sicher.
Die Razzia richtete sich gegen mutmaßliche Mitglieder von Drogenhändler-Netzwerken und erstreckte sich auf insgesamt zwölf Gemeinden der Provinz. Neben der Hauptstadt zählen dazu unter anderem Orte wie Monachil, Órgiva, Píñar, Padul, La Zubia, Fuente Vaqueros, Puerto Lope, Limones, Rubite, Chauchina und Pinos Puente. Wie die Behörden mitteilen, wurden im Rahmen der Ermittlungen 51 Gebäude durchsucht. Dabei stießen die Einsatzkräfte nicht nur auf die Pflanzen, sondern auch auf über 15 Kilogramm Cannabisblüten, mehrere Kilogramm Streumaterial, mehr als 27.000 Euro Bargeld sowie diverse Waffen.
Riskante Infrastruktur entdeckt
Die Beamten der Terradas-Einheiten sowie der Ermittlungsgruppen der Comandancia Granada wurden bei den Razzien von Spezialkräften unterstützt. Besonders brisant erwies sich der Einsatz in Atarfe, wo die Behörden ein als gefährlich eingestuftes Labor zur Herstellung von Cannabis-Harz (BHO) entdeckten. Die dortige Anlage zur Gewinnung von Cannabis-Extrakten mit Butangas stellte nach Angaben der Einsatzkräfte eine akute Explosionsgefahr dar.
Gefährliche Infrastruktur entdeckt
Bei den Durchsuchungen, die seit Montag in 13 Gemeinden der Provinz stattfanden, stießen die Beamten nicht nur auf die Pflanzen. Allein in Atarfe, einem Schwerpunkt der Ermittlungen, wurden bei zwölf Hausdurchsuchungen mehr als 4.300 Pflanzen und acht illegale Stromabzweigungen entdeckt. Die Ermittler betonen, dass diese manipulierten Stromanschlüsse eine erhebliche Gefahr für die Anwohner darstellen, da sie oft ohne jede Absicherung direkt neben Wasserleitungen verliefen.
Die Beamten der Kommandozentrale Granada wurden von Spezialkräften unterstützt. Neben den Pflanzen sichergestellte Beweismittel umfassen über 15 Kilogramm Cannabisblüten, mehrere tausend Euro Bargeld sowie verschiedene Waffen. Die Ermittlungen richten sich gegen Mitglieder organisierter Banden, denen neben Drogenhandel auch Stromdiebstahl und kriminelle Vereinigung vorgeworfen wird.
Besonders brisant waren die Funde in Atarfe, wo die Einsatzkräfte am Dienstag ein als "BHO-Labor" bezeichnetes Objekt zur Cannabis-Extraktion mit Butangas ausheben konnten. Die Guardia Civil warnt in diesem Zusammenhang vor der akuten Explosionsgefahr solcher Anlagen, wie sie in einer Mitteilung betont. Einen Tag später folgte in derselben Ortschaft ein weiterer Schlag: In 12 durchsuchten Wohnungen stellten die Beamten über 4.300 Pflanzen sowie acht illegale Stromabzweigungen sicher.
Die Ermittler stoßen bei den Durchsuchungen immer wieder auf lebensgefährliche Strommanipulationen. Diese seien eine der Hauptgefahren bei Innenplantagen, wie es in dem Bericht weiter heißt. Die Kombination aus ungesicherten Kabeln und Wasser führe zu einer kritischen Brand- und Stromschlaggefahr. Die Behörden betonen, dass die Zusammenarbeit mit den Energieversorgern für die Einsatzkräfte unerlässlich ist.
Die Ermittlungen laufen auf Hochdruck, weitere Festnahmen werden nicht ausgeschlossen. Wie die Beamten mitteilten, richtet sich der Fokus nun auf die Hintermänner der organisierten Strukturen, die hinter den Plantagen vermutet werden.
Quelle: europapress.es