Granada stemmt sich gegen den Wohnungsnotstand

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Granada

Granada stemmt sich gegen den Wohnungsnotstand

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Ein Bollwerk gegen die Krise

Während in Spaniens Metropolen der Traum vom Eigenheim für Normalverdiener längst zur Illusion geworden ist, schlägt Granada eine andere Richtung ein. Am Stadtrand, direkt am grünen Park der Alquerías, entsteht mit der Wohnanlage Bazán Rosaleda ein Projekt, das man fast als provokant bezeichnen könnte: über 400 geförderte Wohnungen zu einem Zeitpunkt, an dem der Rest des Landes über explodierende Mieten und schwindenden sozialen Wohnungsbau klagt.

Zahlen, die Hoffnung machen

Die Bilanz, die Bürgermeisterin Marifrán Carazo bei ihrem Baustellenbesuch präsentierte, hat es in sich. Von den 403 geplanten Einheiten sind bereits 305 verkauft – also weit über 70 Prozent. Die erste Bauphase mit 195 Wohnungen soll im Sommer 2028 übergeben werden, der zweite Abschnitt mit weiteren 110 verkauften Einheiten startet im Januar 2027 und wird voraussichtlich im März 2029 abgeschlossen. Wer jetzt noch Zweifel an der Dringlichkeit hat, dem sei gesagt: Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem.

Vom toten Grundstück zum Wohnraum

Besonders bemerkenswert ist die Geschichte des Grundstücks, auf dem gebaut wird. Es lag jahrelang brach – ein typisches Beispiel für jene urbanistischen Blockaden, die Spaniens Städte seit Jahrzehnten lähmen. Erst eine konsequente Neuordnung der Bauvorschriften machte den Weg frei. Genau das ist der Punkt, an dem Carazo deutlich wird: „Wir brauchen mehr Angebot, wir müssen Boden mobilisieren und Projekten mit rechtlicher Sicherheit und vernünftigen Zeitplänen den Weg ebnen."

Die öffentliche Hand als Partner, nicht als Bremser

Kritiker mögen einwenden, dass Sozialwohnungen allein das Problem nicht lösen. Doch sie übersehen das eigentliche Signal: Hier funktioniert die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Bauunternehmen. Während andernorts ideologische Grabenkämpfe jede Bauinitiative blockieren, zeigt Granada, wie pragmatische Lösungen aussehen. Die Zahlen sprechen für sich – und für eine Politik, die das Wohnungsproblem als das behandelt, was es ist: eine Frage der Existenzen, nicht der Ideologien. Wie die Europa Press berichtet, sehen die Verantwortlichen in dem Projekt einen wichtigen Baustein, um vor allem jungen Familien eine Perspektive zurückzugeben.


Quelle: europapress.es

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