
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Granada bleibt kühlster Ort Andalusiens
Paradoxe Wetterlage in Andalusien
Die Provinz Granada meldet für September die moderatesten Temperaturen der gesamten Region – und das in einem Monat, der laut Meteorologen als "extremadamente cálido" (extrem warm) eingestuft wurde. Mit durchschnittlich 25,2 Grad lag Granada knapp vor Málaga (25,4) und Cádiz (25,9) und damit auf dem letzten Platz der andalusischen Wärme-Rangliste.
Überdurchschnittliche Abweichung
Trotz dieser relativ milden Werte zeigt der Blick auf die Klimadaten ein anderes Bild: Im Vergleich zum Referenzzeitraum 1991–2020 lag die Temperatur um 3,5 Grad über dem Normalwert. Damit belegt Granada den vierten Platz beim Temperaturanstieg in der Region. Nur Jaén und Sevilla verzeichneten mit über vier Grad Abweichung noch höhere Ausschläge, gefolgt von Huelva mit +3,7 Grad.
Rekordmonat auf regionaler Ebene
Die gesamte Region erlebte einen historischen September: Mit durchschnittlich 25,3 Grad war es der wärmste September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961. Das entspricht einer Abweichung von 3,3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel.
Trockenheit mit regionalen Unterschieden
Beim Niederschlag präsentierte sich die Lage differenziert: Die Messstation am Flughafen Granada registrierte 8,7 Millimeter Regen – genug, um den Monat als "trocken" zu klassifizieren. Zum Vergleich: In ganz Andalusien fielen im Schnitt nur 5,2 Millimeter, was als "sehr trocken" gewertet wird.
Wetterumschwung zum Monatsende
Verantwortlich für die Wetterlage war weitgehend stabiles Hochdruckgebiet mit zeitweise auftretenden Levante-Winden. Eine atlantische Störung sorgte jedoch Ende September für eine Unterbrechung: Lokal kräftige Schauer und ein deutlicher Temperatursturz prägten die letzten Septembertage, bevor sich das Wetter rasch wieder stabilisierte. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, erholten sich die Temperaturen danach schnell wieder.
Quelle: europapress.es