
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Fünf Fahrzeuge kollidieren bei Cártama
Schwerer Auffahrunfall legt A-357 lahm
Es ist ein Szenario, das Autofahrer auf Spaniens Straßen fürchten: ein Moment der Unachtsamkeit, ein zu geringer Abstand – und schon kracht es gleich mehrfach. Am Freitagmittag hat es auf der A-357 bei Cártama genau so ein Unglück gegeben. Fünf Fahrzeuge sind ineinander gekracht, die Bilanz: ein sechsjähriges Kind und zwei Erwachsene mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Wie der Notdienst 112 Andalucía gegenüber Europa Press bestätigte, ging der erste Alarm um 15:20 Uhr ein. Der Unfallhergang ist dabei ein bekanntes Muster: Ein Auffahrunfall mit fünf beteiligten Autos, ausgelöst durch eine Kettenreaktion. Die Rettungskräfte standen vor einem Trümmerfeld, die Fahrbahn war zeitweise komplett blockiert.
Die Folgen für den Verkehr waren erheblich: Kilometerlanger Stau bildete sich in Richtung der Gemeinde Casapalma, die Rettungsgasse wurde zur Geduldsprobe. Der Notruf 112 koordinierte den Einsatz, das Centro de Emergencias Sanitarias 061 war mit mehreren Ambulanzen vor Ort, die Guardia Civil de Tráfico regelte den Verkehr.
Besonders besorgniserregend: ein sechsjähriger Junge, der bei dem Aufprall verletzt wurde. Neben ihm erlitten eine 37-jährige Frau und ein 39-jähriger Mann Verletzungen. Alle drei wurden umgehend in das Hospital Materno-Infantil von Málaga gebracht. Ob die Verletzungen schwerwiegend sind, dazu machten die Behörden zunächst keine Angaben – die Anspannung bei den Angehörigen bleibt bestehen.
Die Frage nach der Verantwortung
Man muss sich die Frage stellen: Warum passieren solche Unfälle immer wieder? Die A-357 ist eine der meistbefahrenen Verbindungen im Hinterland von Málaga. Hohe Geschwindigkeiten, Ablenkung durch Navigationsgeräte oder das Smartphone – die Ursachen für Auffahrunfälle dieser Art sind hinlänglich bekannt. Es ist ein fatales Zusammenspiel aus Selbstüberschätzung und mangelnder Aufmerksamkeit.
Wer mit hohem Tempo und zu geringem Abstand fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern vor allem die Schwächsten im Verkehr. Ein Kind auf dem Rücksitz ist solchen Kräften hilflos ausgeliefert. Die Behörden sollten hier nicht nur auf Kontrollen setzen, sondern auch auf präventive Maßnahmen. Denn jeder Unfall, der vermieden wird, ist ein Leben, das nicht gefährdet wird.
Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache übernimmt die Guardia Civil. Es bleibt zu hoffen, dass die Verletzten schnell genesen – und dass dieser Vorfall als Mahnung dient, dem Straßenverkehr den Respekt zu zollen, den er verdient.
Quelle: europapress.es