Frau prallt gegen Mauer: Verletzte auf Teneriffa

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Granadilla De Abona

Frau prallt gegen Mauer: Verletzte auf Teneriffa

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Nächtlicher Alarm auf Teneriffa: Auto kracht in Mauer

Wieder einmal zeigt sich, dass die Straßen der Kanaren auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten ihre Tücken haben. In der Gemeinde Granadilla de Abona im Süden Teneriffas hat sich in der Nacht zum Samstag ein Unfall ereignet, der erneut die Frage nach der Sicherheit auf den Inselstraßen aufwirft.

Gegen 00:39 Uhr verlor eine 30-jährige Frau auf der Calle Toledo die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kollidierte frontal mit einer Mauer. Die Wucht des Aufpralls war erheblich, wie die später gemeldeten Verletzungen zeigen. Die Frau erlitt laut dem Centro Coordinador de Emergencias y Seguridad (CECOES) 112 Polytraumen moderater Natur – ein Befund, der beschönigend klingt, aber die Gefahr solcher nächtlicher Kollisionen unterschätzt.

Schnelle Rettungskette, offene Fragen

Positiv zu vermerken ist die Effizienz der Rettungskräfte. Personal des Servicio de Urgencias Canario (SUC) war rasch vor Ort, versorgte die Verletzte und transportierte sie in die Klinik Im Süden der Insel. Auch die Guardia Civil nahm die Ermittlungen auf, während der Straßendienst die Fahrbahn reinigte. So weit, so professionell. Doch während die Polizei noch die genauen Umstände des Unfalls untersucht, drängt sich eine unbequeme Frage auf: Wie oft müssen solche Unfälle noch passieren, bis die Infrastruktur auf Teneriffas Nebenstraßen endlich den gestiegenen Anforderungen angepasst wird?

Die Calle Toledo ist kein Einzelfall. Immer wieder kommt es auf den Inseln zu nächtlichen Unfällen mit teils schweren Folgen. Wie die spanische Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, war die Fahrerin die einzige Insassin des Fahrzeugs. Ein Umstand, der den Schaden zwar begrenzt, aber die grundsätzliche Problematik nicht löst: Die Straßen sind eng, schlecht beleuchtet und bieten wenig Toleranz für Fahrfehler.

Ein Weckruf für die Verkehrspolitik

Wer jetzt argumentiert, die junge Frau sei womöglich zu schnell gefahren, verkennt die strukturellen Defizite. Es ist bezeichnend, dass die lokalen Behörden nach solchen Vorfällen stets von "bedauerlichen Einzelfällen" sprechen, anstatt die notorischen Gefahrenstellen endlich zu entschärfen. Die Sanierung der Calle Toledo wäre ein Anfang – doch solange die Politik hier nur reagiert statt zu agieren, werden weitere Unfälle folgen.

Die Verletzte kann sich glücklich schätzen, mit moderaten Verletzungen davongekommen zu sein. Andere enden tragischer, wie die Statistik der Verkehrstoten auf den Kanaren immer wieder belegt. Es ist an der Zeit, dass die Verantwortlichen in Santa Cruz und Madrid die Verkehrssicherheit nicht länger als Kür, sondern als Pflichtaufgabe begreifen.

Die Ermittlungen dauern an, doch eines ist jetzt schon klar: Dieser Unfall ist mehr als eine Randnotiz – er ist ein Symptom für eine unterschätzte Gefahr im Straßenbild der Kanarischen Inseln.


Quelle: europapress.es

Mehr aus Teneriffa & Kanarische Inseln